Kultur & Gesellschaft

APA

Wien Museum: Fassade abgebrochen, Baugrube ausgehoben, Bäume gerettet

22.09.2020

Im Herbst 2023 soll das Wien Museum nach Um- und Ausbau wiedereröffnen. Nach dem Baubeginn im Juli sind die Arbeiten derzeit voll im Gange. Die in den 80ern erneuerte Bestandsfassade ist bereits gewichen und bietet nun den Blick auf rohe Ziegel, in der Baugrube am Vorplatz werden mithilfe eines Bohrpfahlgeräts 20 bis 40 Meter tiefe Löcher für jene Pfähle gegraben, die die künftige Konstruktion stützen werden.

Wie Projektleiter Heribert Fruhauf kürzlich vor Journalisten erläuterte, konnten auch drei Bäume am Vorplatz erhalten werden; lediglich einer musste fallen. Um dies zu ermöglichen, gibt es eine Ausbuchtung in der Baugrube, ein sogenannter Wurzelvorhang hat eine der Eiben gerettet, die nun an ihrem Platz bleiben kann. Im freigelegten Kellergeschoß klafft unterdessen bereits ein drei mal vier Meter großes Loch, durch das das Bohrpfahlgerät demnächst ins Innere des Gebäudes fahren kann, um dort ebenfalls den Boden für die Baupfähle vorzubereiten, die die neue Konstruktion, die über dem Dach des Haerdtl-Baus entsteht, zu halten.

Bereits fachgerecht ausgebaut wurden der denkmalgeschützte Haerdtl-Lift, und die Direktion, der denkmalgeschützte Eingangsbereich sowie das Treppenhaus werden so geschützt, dass sie von den Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werden. Die Bauarbeiten sollen wie geplant Ende 2022 fertiggestellt sein, sodass einer Wiedereröffnung im Herbst 2023 nichts im Wege steht. Auch das Budget von 108 Mio. Euro könne voraussichtlich eingehalten werden.

STICHWÖRTER
Museen  | Forschung  | Bildung  | Wien  | Kunst & Kultur  | Kultur  | Wissenschaft  |
Weitere Meldungen Kultur & Gesellschaft
APA
Partnermeldung