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Obwohl gut erhalten, sei Abthugnos bisher noch kaum erforscht © ÖAW-ÖAI/G. Styhler-Aydın
Obwohl gut erhalten, sei Abthugnos bisher noch kaum erforscht © ÖAW-ÖAI/G. Styhler-Aydın

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Wiener Archäologen forschen im Hinterland des einstigen Karthago

04.09.2019

Im Hinterland des früheren Karthago auf dem Gebiet des heutigen Tunesiens lag einst die römische Kleinstadt Abthugnos. Mit Kollegen der tunesischen Denkmalschutzbehörde erforschen österreichische Archäologen nun im Rahmen eines dreijährigen Projekts die Überreste. So sollen die Baugeschichte dokumentiert, Stadtpläne und 3D-Modelle erstellt und Handelsbeziehungen analysiert werden.

Abthugnos sei bisher noch kaum erforscht, obwohl etwa Teile des Zentrum des Stadt aus der Zeit um das zweite Jahrhundert nach Christus teils gut erhaltenen sind, hieß es in einer Aussendung des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Neben heimischen Archäologen arbeiten auch ein Experte für die Vermessung der Stadtanlagen und eine Architektin an dem Projekt mit dem Ziel, den Aufbau der Stadt, ihre Funktion und Bedeutung besser zu verstehen.

Bereits im Frühjahr wurden umfassende 3D-Laserscans durchgeführt. Geplant seien überdies Überflüge mit Drohnen sowie das Freilegen und Vermessen der erhaltenen Bausubstanz. So werde es möglich, mehr über die Bedeutung der Kleinstadt und ihre Beziehung zum mächtigen Karthago zu erfahren. Abthugnos lag in der Antike in der Nähe der Grenze der römischen Provinz Africa und dem Königreich Numidien.

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