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Das Projektteam mit Studierenden und BetreuerInnen © FH St. Pölten/Anna Weißenbacher
Das Projektteam mit Studierenden und BetreuerInnen © FH St. Pölten/Anna Weißenbacher

Partnermeldung

Bessere Versorgung bei Schlaganfall

25.11.2019

Im Auftrag des niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds NÖGUS haben Studierende des Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der FH St. Pölten Inhalte für ein E-Learning-Modul zum Thema Schlaganfall erstellt. Arbeiter-Samariter-Bund und Rotes Kreuz nutzen das Modul seit Jahresbeginn für die Weiterbildung ihrer RettungssanitäterInnen. 6.000 von ihnen haben den Kurs bereits absolviert.

Im Jahr 2017 startete der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds NÖGUS das Projekt "Schnelle Hilfe bei Schlaganfall". Das Projekt soll die präklinischen Versorgung verbessern, also die Versorgung außerhalb der Kliniken oder vor einem klinischen Aufenthalt. Die Zeitspanne vom Auftreten der Schlaganfallsymptome bis zur Behandlung der Betroffenen soll möglichst kurz gehalten und die Folgen des Schlaganfalles sollen minimiert werden.

Studierende des Studiengangs "Gesundheits- und Krankenpflege PLUS Akademischer Lehrgang Präklinische Versorgung und Pflege" haben im Zuge ihrer Ausbildung ein E-Learning-Modul zum Thema Schlaganfall entwickelt, das in die E-Learning-Plattformen von Arbeiter-Samariter-Bund und Rotem Kreuz integriert wurde, um eine fachliche und rasche Einschätzung der Symptome durch die RettungssanitäterInnen zu unterstützen.

Schnelle und richtige Erste Hilfe

"Der Kurs bietet Informationen zum Verlauf eines Schlaganfalls und wichtigen zeitlichen Punkten, an denen eine optimale Versorgung einsetzen sollte, sowie zu Konsequenzen, wenn dies nicht geschieht. Außerdem werden Symptome beschrieben, die auf einen drohenden Schlaganfall hinweisen. Dies hilft den Sanitäterinnen und Sanitätern, das Risiko professionell und schnell zu bewerten", erklärt Petra Ganaus, Leiterin des Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege sowie des Lehrgangs Präklinische Versorgung und Pflege an der FH St. Pölten.

"Ein Schwerpunkt ist zudem, wie die Kommunikation zwischen Sanitäterinnen und Sanitätern und der Leitstelle optimal gestaltet werden kann, damit möglichst schnell die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden können - nach dem zentralen Motto 'Time is brain', also um neurologische Folgeschäden zu vermeiden. Damit trägt die Weiterbildung dazu bei, die wichtige Erstversorgung wesentlich zu verbessern", sagt Andrea Kdolsky, Leiterin des Departments Gesundheit an der FH St. Pölten.

"Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen und die Bevölkerung aufzuklären sowie bestmöglich zu unterstützen," betont NÖGUS-Vorsitzender und Landesrat Martin Eichtinger und führt weiter aus: "Deshalb haben wir gleichzeitig einen Weiterbildungsschwerpunkt für unsere niederösterreichischen Sanitäterinnen und Sanitätern gesetzt, der das Fachpersonal auf diesem Themengebiet zusätzlich schult und spezialisiert."

Fähigkeiten für den Alltag der Pflege

Der Online-Kurs ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Fragestellungen aus der Praxis durch pflegewissenschaftliche Aufarbeitung und Vernetzung mit den medizinisch-wissenschaftlichen Aspekten zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten beitragen können. Die Studierenden bauten durch das Projekt auch ihre Fähigkeiten zu einer verständlichen Wissenschaftskommunikation aus - eine Fähigkeit, die im Alltag der Pflege gebraucht wird.

"Mit den in vielfältiger und ansprechender Weise aufbereiteten Inhalten wird ein Schritt zur Förderung der Fähigkeiten der Rettungssanitäterinnen und -sanitätern gesetzt und damit die Optimierung der präklinischen Phase bei der Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten unterstützt", sagt Gerda Hoffmann-Völkl, die das Projekt im NÖGUS leitet.

"Schon vor dieser Kooperation mit dem NÖGUS waren die Lehrveranstaltungen im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an Prinzipien des projektbasierten Lernens ausgerichtet. Gemeinsam mit dem Lehrgang Präklinische Versorgung und Pflege, der im Rahmen des Studiums absolviert werden kann, waren das ideale Voraussetzungen für das Entwickeln dieses Weiterbildungstools", sagt Ganaus.

Mit der richtigen Didaktik

Mitarbeiter des Service- und Kompetenzzentrums für Innovatives Lehren und Lernen (SKILL) an der FH St. Pölten haben die Studierenden im Projekt unterstützt. "Durch die fachkundige Begleitung unserer hochschuldidaktischen Abteilung konnte der Lernprozess zur interaktiven Gestaltung der Inhalte zu einem so wichtigen Thema wie der optimalen Versorgung von Menschen mit einem Schlaganfall verbessert werden", sagt Christian F. Freisleben-Teutscher vom Service- und Kompetenzzentrum SKILL.

Die Studierenden haben das E-Learning-Tool in den Lehrveranstaltungen Evidence Based Nursing und Projektmanagement entwickelt. Die Grafiken und interaktiven Visualisierungen haben zwei Studenten des Studiengangs Medientechnik der FH St. Pölten erstellt.

Über die Fachhochschule St. Pölten

Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den sechs Themengebieten Medien & Wirtschaft, Medien & Digitale Technologien, Informatik & Security, Bahntechnologie & Mobilität, Gesundheit und Soziales. In mittlerweile 22 Studiengängen werden circa 3.200 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt zu den oben genannten Themen sowie institutsübergreifend und interdisziplinär. Die Studiengänge stehen in stetigem Austausch mit den Instituten, die laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickeln und umsetzen.

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