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Ausschnitt aus dem Wandmosaik von Hubert Schmalix an der Universität Innsbruck © Universität Innsbruck
Ausschnitt aus dem Wandmosaik von Hubert Schmalix an der Universität Innsbruck © Universität Innsbruck

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Corona verstehen: Tagung wirft umfassenden Blick auf die Pandemie

18.11.2020

Die Corona-Pandemie wurde bisher vor allem als wissenschaftliche Herausforderung für Medizin, Pharmazie, Wirtschaft und Politik wahrgenommen. Doch was kann man aus der Geschichte über Seuchen lernen, wie geht Kunst mit dem Virus um und welche Perspektiven werfen Theologie, Philosophie oder die Bildungswissenschaft auf die Pandemie? In einer öffentlich zugänglichen Online-Tagung von 25. bis 27. November befassen sich Wissenschaftler*innen verschiedenster geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen mit den Ereignissen der Covid-19-Pandemie.

Was versteht man unter "Maßnahmen"? Rächt sich die Globalisierung? Welche Rolle spielt Religion und ist die Krise eine verschwörungstheoretische Versuchung? Nach einem literarischen Auftakt zum Thema "'Dieser Tage ...' Reflexionen zu Corona Journalen" in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus am Inn beleuchten Wissenschaftler*innen in über 50 Vorträgen, aufgeteilt auf 16 Panels an zwei Tagen die Covid-19-Pandemie aus gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und historischen Perspektiven. "Schon kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie war klar, dass uns dieses Ereignis alle noch lange beschäftigen wird. Dabei geht es nicht nur um die epidemiologische, virologische und medizinische Bewältigung dieser Krise, sondern auch um den Blick auf deren gesellschaftliche Folgen und Auswirkungen. Mit dieser Tagung wollen wir die Perspektiven der verschiedenen geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer sichtbar machen und ein erstes großes Forum an der Universität Innsbruck für den interdisziplinären Austausch zu Corona bieten. Im Blick dieser öffentlich zugänglichen Tagung sind nicht nur die Ereignisse der Covid-19-Pandemie, sondern auch die unterschiedlichen Erfahrungen und Narrative, die vielfältigen Folgen und Auswirkungen auf unterschiedliche Gruppen unserer Gesellschaft sowie die Betrachtung historischer Vorläufer", verdeutlicht Wolfgang Meixner aus dem Organisationsteam. Elisabeth Dietrich-Daum, Mitveranstalterin der Tagung, ergänzt: "Seuchen sind eben nicht nur rein biologische Phänomene oder medizinische Handlungsfelder, sie sind viel mehr - sie sind eine soziale und politische Herausforderung, ein Stresstest, gerade auch für die Demokratien. Seit Monaten erleben wir, wie sehr die Pandemie in unseren Alltag eingreift, kollektiv unser Verhalten zu lenken beginnt und uns als Individuen und als Gesellschaft irritiert."

Herausforderung für die Gesellschaft

Die Pandemie betrifft schon längst nicht mehr nur einzelne Menschen, sondern stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. "In dieser Zeit ist nicht nur die Forschung gefordert, auch für die Studierenden stellt die Pandemie eine einschneidende Veränderung dar. Es freut uns als Organisator*innen deshalb besonders, dass wir in unserem Team eng mit den Studierenden kooperieren dürfen und einige engagierte und innovative studentische Beiträge auch im Programm integrieren konnten. Nicht zuletzt bietet die interdisziplinäre Fachtagung durch die Möglichkeit des Streamings auch ein niederschwelliges Angebot für die Lehre", so Mitveranstalterin Marina Hilber vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie. Dirk Rupnow, Professor am Institut für Zeitgeschichte, ergänzt: "Corona ist nicht nur ein Thema für die Medizin, für Virologie und Epidemiologie. Unsere Tagung zeigt, welche Perspektiven die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften beisteuern können: Von der Geschichte und Kunstgeschichte über die Rechtswissenschaften und Philosophie bis hin zu den Gender- und Disability Studies. Es ist schon sehr beeindruckend, zu sehen, wie viele Kolleg*innen aus den unterschiedlichen Disziplinen zusammengekommen sind und sich hier mit ihren Arbeiten und Überlegungen einbringen wollen."

Einfach teilnehmen und mitdiskutieren!

Die gesamte Tagung ist kostenfrei für alle Interessierten öffentlich über folgenden Link zugänglich: https://www.uibk.ac.at/congress/corona-verstehen/programm---abstracts/

Rückfragehinweis:
Daniela Pümpel, MA
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Universität Innsbruck
Telefon: +43 512 507 32020
E-Mail: daniela.puempel@uibk.ac.at
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