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Drei Sonderforschungsbereiche an IMBA WissenschafterInnen vergeben

05.12.2019

ForscherInnen des IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – sind an drei der renommierten Sonderforschungsbereichen (SFBs) maßgeblich beteiligt.

Die SFBs des österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gehören zu den begehrtesten Förderpreisen des FWF, und sind bei einer Laufzeit von acht Jahren mit 1 Million Euro pro Jahr dotiert. Sie werden nur an ForscherInnengruppen mit exzellenten internationalen Erfolgen vergeben, und haben als Ziel, ein herausragendes und interdisziplinäres Konsortium zur Beantwortung komplexer Forschungsfragen zu etablieren.

Jürgen Knoblich, wissenschaftlicher Direktor am IMBA, leitet den SFB "Stem Cell Modulation in Neural Development and Regeneration", der sich im Detail mit den molekularen Mechanismen der Entstehung von neuronalen Stammzellen auseinandersetzt. Stammzellen besitzen die einzigartige Eigenschaft, sowohl sich selbst erneuern zu können als auch spezialisierte Tochterzellen hervorzubringen. Im hochkomplexen Gewebe des Zentralen Nervensystems müssen Neuronale Stammzellen jedoch in der Lage sein, eine große Anzahl an unterschiedlichen Neuronen entstehen zu lassen – und alles in einer strikt geregelten zeitlichen Abfolge.

Ziel des SFBs ist es, die molekularen Mechanismen aufzuklären, die sowohl neuronale Vorläufer als auch Stammzellen räumlich und zeitlich regulieren. IMBA Gruppenleiterin Noelia Urbán wird ihre Expertise im Bereich der ruhenden Stammzellen in den SFB einbringen. Das Projekt besteht zudem aus einem Konsortium von WissenschafterInnen des Vienna BioCenter, der Universität Innsbruck und des IST Austria.

Der SFB "RNA-DECO: Decorating RNA for a purpose" befasst sich mit der RNA-Forschung. IMBA-Gruppenleiter Stefan Ameres ist an diesem SFB beteiligt, und wird die Funktion chemischer RNA-Modifikationen genau untersuchen. Bisher sind rund 150 Arten solcher Modifikationen bekannt, welche maßgeblich an der Steuerung der Genexpression sowie grundlegender Prozesse in der Zelle beteiligt sind. Geleitet wir dieser SFB von Michael Jantsch von der Medizinischen Universität Wien. NachwuchsforscherInnen profitieren außerdem von der gesammelten Expertise dieses Konsortiums, da die gesammelten Ergebnisse direkt in ihre Fortbildung einfließen werden.

Proteinabbau, speziell solcher, der vom kleinen Protein "Ubiquitin" gesteuert wird, ist der Hauptfokus des SFBs "Targeted Protein Degradation - From Small Molecules to Complex Organelles", an dem IMBA Gruppenleiterin Noelia Urbán beteiligt sein wird. Geforscht wird an den biomedizinisch relevanten Mechanismen des Proteinabbaus, die Leitung hat Sascha Martens von den Max Perutz Labs am Vienna BioCenter.

Über IMBA

Das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie ist das größte Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit dem Fokus auf zukunftsweisende Grundlagenforschung. 16 Forschungsgruppen stellen sich den molekularen Rätseln und unerforschten Gebieten der Molekularbiologie und Medizin. Erkenntnisse aus den Bereichen Zell- und RNA- Biologie, molekularer Medizin und Stammzellbiologie bilden den Nährboden für eine Medizin der Zukunft. Die Stammzellinitiative am IMBA wird durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wissenschaft sowie durch die Stadt Wien finanziert.

Rückfragehinweis:
   Caterina Purini, MSc.
   Communications Manager
   IMBA – Institute of Molecular Biotechnology GmbH 
   Austrian Academy of Sciences 
   Dr. Bohr-Gasse 3, Vienna BioCenter, 1030 Vienna 
   T: +43 1 79044 – 4405
   M: +43 664 8084 74405
   Mail: caterina.purini@imba.oeaw.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1739/aom

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