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EU-Kommission für einheitliche Bewertung von Gesundheitstechnologie

31.01.2018

Die EU-Kommission möchte die Bewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten in Europa vereinheitlichen. "Wir schlagen ein regulatorisches Rahmenwerk vor", um Innovation zu begünstigen und Gesundheitssysteme in der EU nachhaltiger zu machen, erklärte Kommissions-Vize EU-Kommissar Jyrki Katainen in Brüssel.

Bisher bewerten verschiedene Institutionen in den Mitgliedstaaten Arzneimittel und Medizinprodukte nach eigenen Gesichtspunkten und Methoden. Sie untersuchen unter anderem den Mehrwert von neuen Produkten, etwa von Medikamenten, medizinischen Werkzeugen oder von Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmethoden.

Diese Untersuchungen haben keinen Einfluss auf die Zulassung medizinischer Produkte, sondern erfolgen, wenn diese bereits auf dem Markt sind. Sie sind in erster Linie ein Instrument in gesundheitspolitischen Fragen.

Der EU-Kommission zufolge wird derzeit der Marktzugang für innovative Technologien durch unterschiedliche nationale und regionale Verfahren klinischer Bewertungen "behindert und verzerrt", was "unternehmerische Planungssicherheit und die Innovationstätigkeit" beeinträchtige. Eine intensive EU-weite Zusammenarbeit soll demnach Abweichungen wegen unterschiedlicher Verfahren vermeiden und gewährleisten, dass Untersuchungen nicht doppelt durchgeführt werden.

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