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Impfkampagne in Tirol © Land Tirol
Impfkampagne in Tirol © Land Tirol

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Europäische Impfwoche: Impfen rettet Leben!

16.04.2019

Durchimpfungsraten stagnieren und in der Folge sind Infektionskrankheiten, wie die Masern und der nicht zu unterschätzende Keuchhusten, wieder auf dem Vormarsch. Gleichzeitig steigt europaweit die Anzahl der Impfskeptiker*innen. Das bedeutet, dass Babys und Kleinkinder sowie Menschen, die auf Grund anderer Faktoren nicht geimpft werden können, zum Teil massiv gefährdet sind. Anlässlich der "Europäischen Impfwoche", die vom 24. April bis 30. April 2019 stattfindet, klären Tiroler Expert*innen über das Thema Impfen auf.

"Vorbeugen. Schützen. Impfen." So lautet das Motto der diesjährigen Europäischen Impfwoche (EIW). Die europaweite Kampagne soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen zu schärfen. Die Medizinische Universität Innsbruck und die tirol kliniken sind gemeinsam mit weiteren Organisationen an der vom Land Tirol Anfang April gestarteten Kampagne "Impfen rettet Leben" beteiligt. Die Aktionen zur Aufklärung sind auf die EIW ausgerichtet. Neben mehreren Informationsveranstaltungen werden auch kostenlose Impfungen angeboten. Am 24. April von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr findet ein langer Impfnachmittag an allen Tiroler Gesundheitsämtern mit der kostenlosen Dreifachimpfung Masern-Mumps-Röteln statt: Einfach den Impfpass mitbringen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen: www.impfen.tirol

Masern eliminieren

Die Durchimpfungsraten für viele im österreichischen Impfplan empfohlenen Impfungen liegen unter den erforderlichen Zielwerten. "Nur eine Durchimpfungsrate der Bevölkerung von 95 Prozent mit zwei Dosen der Masern-Mumps-Röteln Impfung kann die Ausbreitung von Masern stoppen. Das heißt, 19 von 20 Personen müssen zweimal geimpft sein", erklärt Reinhard Würzner, Impfexperte der Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten weltweit. Unter 1.000 Patient*innen kommt es statistisch zu einem bis zwei Todesfällen. Auch in Tirol haben die Masern wieder Einzug gehalten. "So gab es in den letzten zehn Jahren in Tirol bis zu 16 Erkrankungen im Jahr, heuer allerdings bereits vier. Hinzu kommt, dass einige Säuglinge an der Kinderklinik stationär aufgenommen werden mussten, um bei Ihnen durch die Gabe von Immunglobulinen einen Ausbruch der Erkrankung bestmöglich zu verhindern. Masern sind für Säuglinge eine äußerst gefährliche Erkrankung", berichtet Anita Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion der Tiroler Landesregierung.

Häufigere Auffrischungsimpfungen gegen Keuchhusten

Ein wichtiges Anliegen des Impfexperten Peter Kreidl von der Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie ist der Hinweis auf die Vermeidung von Keuchhusten (Pertussis, 100-Tage-Husten). Besonders für Säuglinge unter sechs Monaten ist diese Erkrankung lebensgefährlich. "Hier gibt es mittlerweile einen recht guten Impfstoff, der allerdings regelmäßig aufgefrischt werden muss", erklärt Kreidl. Eine Impfung ist auch für schwangere Frauen möglich und besonders sinnvoll, denn in Tirol werden immer mehr Keuchhusten-Fälle gemeldet: 2018 waren es 180, 2019 sind bis zum 15. April 108 Keuchhusten-Erkrankungen gemeldet worden.

Intensive Bemühungen Durchimpfungsraten zu erhöhen

Das Land Tirol ist daher bemüht, die Durchimpfungsraten für Erkrankungen wie Masern, Mumps, Röteln und Keuchhusten zu erhöhen. Darüber hinaus gibt es mit den Schulimpfungen eine weitere Serviceleistung des Landes. Insbesondere werden auch auf Impfungen wie Hepatitis B und die HPV-Impfstoffe aufmerksam gemacht. Rund 93.000 Impfungen werden pro Jahr auf Kosten der öffentlichen Hand durchgeführt.

Auch die jetzt gestartete Impfkampagne steht in diesem Zusammenhang. "Ein Schwerpunkt der Aufklärung zielt darauf ab, Eltern und Schüler*innen über die Schulen zu erreichen, da es ganz entscheidend ist, manche Impfungen bereits frühestmöglich im Schulalter zu erhalten. Menschen, die sich und ihre Kinder rechtzeitig impfen lassen handeln verantwortungsbewusst sich selbst und anderen gegenüber", sagt Anita Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion. "Die Kampagne soll aufklären und gleichzeitig dazu beitragen, die Impfbereitschaft zu erhöhen."

Pressebilder zum Herunterladen: https://www.i-med.ac.at/pr/presse/2019/19.html

Medienkontakt:
Medizinische Universität Innsbruck 
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit 
Barbara Hoffmann-Ammann 
Innrain 52, 6020 Innsbruck, Austria 
Telefon: +43 512 9003 71830 
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