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Impfstoffe - AstraZeneca mit vielversprechenden Daten in Phase-II

19.11.2020

Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca hat Forschern zufolge in klinischen Tests der Phase-II auch bei Älteren vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Das berichtet ein Team um Mitarbeiter der Oxford Vaccine Group, die das Präparat entwickelt hat, im Fachmagazin "The Lancet". In der Phase-II-Studie habe es sowohl bei Teilnehmern unter als auch über 56 Jahren eine gute Immunantwort gegeben, schreibt das Team.

Das an der Universität Oxford entwickelte Vakzin sei von älteren Menschen besser vertragen worden als von jüngeren. Den Angaben zufolge waren rund 240 der insgesamt 560 gesunden Studienteilnehmer über 70 Jahre alt. In der Studienphase-II wird unter anderem die Sicherheit einer Präparats geprüft. Zusätzlich auf den Schutzeffekt zielt die Phase-III ab, die in Großbritannien, Brasilien und den USA bereits läuft und deren Resultate für eine mögliche Zulassung entscheidend sind.

"Wir hoffen, dies bedeutet, dass unser Impfstoff dazu beitragen wird, einige der am stärksten gefährdeten Menschen in der Gesellschaft zu schützen", wird Erstautor Maheshi Ramasamy von der Universität Oxford in einer "Lancet"-Mitteilung zitiert. Ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen zählen zu den Bevölkerungsgruppen mit dem höchsten Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs.

Ergebnisse im Dezember erwartet

Die Universität Oxford erwartet noch im Dezember Ergebnisse aus der entscheidenden Studie ihres zusammen mit AstraZeneca entwickelten Impfstoffs. Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Wirksamkeit des Impfstoffs treffen zu können. Aber man komme dem näher "und es wird definitiv vor Weihnachten sein", sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard, am Donnerstag dem Sender BBC. Über die bisherigen Erkenntnisse sei man hocherfreut.

Das Vakzin ChAdOx1 von AstraZeneca gilt als aussichtsreicher Kandidat unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. Viele Länder haben mit AstraZeneca bereits Verträge über insgesamt Milliarden Dosen abgeschlossen. Der Konzern hatte die klinische Forschung im September vorübergehend gestoppt, nachdem bei einem Teilnehmer aus Großbritannien gesundheitliche Probleme aufgetreten waren.

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