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Man werde sich die Frage stellen, "wie Naturstoffe wirken" © APA
Man werde sich die Frage stellen, "wie Naturstoffe wirken" © APA

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Institut für pflanzliche Wirkstoffforschung in Innsbruck eröffnet

27.01.2020

Das Michael-Popp-Institut, ein neues Institut für pflanzliche Wirkstoffforschung, hat seine Tätigkeit aufgenommen. Am Standort in Innsbruck sollen künftig 20 Wissenschafter damit beschäftigt sein, Therapieansätze etwa für Diabetes und Krebs auf Pflanzenbasis hervorzubringen. Der Namensgeber Michael Popp investierte über die Firma Bionorica SE 3,5 Millionen Euro, das Land Tirol 1,5 Millionen.

Das Institut, das Teil des Kompetenzzentrums für Naturstoffforschung ist, wird bald auch noch einen zweiten Lehrstuhl haben. Für ebenjenen nahm das Land Tirol Geld in die Hand. "Dass wir die 1,5 Millionen Euro für eine Stiftungsprofessur zur Verfügung stellen, stand für die Landesregierung außer Frage", betonte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Schließlich werde durch das Institut "der Wissenschaftsstandort Tirol weiter gestärkt", fügte Platter hinzu.

Dieser noch zu besetzende und sich in Ausschreibung befindliche zweite Lehrstuhl soll dabei helfen, das "Popp-Institut gut sichtbar zu machen", betonte der Namensgeber des Institutes, Michael Popp. Er selbst als Vorstandsvorsitzender der Bionorica SE habe zu diesem Zweck weitere 3,5 Millionen Euro investiert.

Zehn zusätzliche Mitarbeiter

Die zusätzliche Professur für pflanzliche Biotechnologie wird künftig den aktuellen Mitarbeiterstand von derzeit zehn auf 20 Mitarbeiter anwachsen lassen. "Derzeit haben wir es diesbezüglich mit einem Quantensprung im Bereich des Mäzenatentums zu tun", merkte Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, erfreut in Richtung Popp an. Die Universität Innsbruck trage das neue Institut gerne mit, so Märk weiter.

Auch Günther Bonn, Gründervater des sogenannten "Phytovalley Tirol", dessen neuestes Mitglied das Michael-Popp-Institut nunmehr ist, streute Popp Rosen. "Popp investiert hier Herz, Geld und wissenschaftliches Denken", sagte er. Auch über die bereits erfolgte Berufung von Andreas Koeberle, der das Institut leitet, zeigte sich Bonn überaus erfreut. Das Institut sei nach den Vorstellungen des Leiters gestaltet worden - neue Geräte, Stellen und Assistenten inklusive.

Koeberle versprach zukünftig die Vernetzung von akademischen und industriellen Partnern noch voranzutreiben. Man werde sich die Frage stellen, "wie Naturstoffe wirken" und insgesamt "interdisziplinär" arbeiten, da man allein "gar nicht alles stemmen" könne.

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