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Künstliche Intelligenz im Dienste des Südtiroler Gesundheitswesens: Workshop zur Gänze online

22.10.2020

Der Workshop der Smart Data Factory, welcher ursprünglich als hybride Veranstaltung mit Präsenz am NOI Techpark und einer online-Option geplant war, findet nun am Montag, den 26. Oktober zur Gänze online statt. Die für den Technologietransfer verantwortlichen Forscher der Fakultät für Informatik werden innovative Projekte und neue Anwendungen vorstellen, die das Potenzial der künstlichen Intelligenz im Medizin- und Gesundheitssektor aufzeigen. Es referieren weiters Vertreter von öffentlichen Einrichtungen, biomedizinischen Unternehmen und Universitäten.

Das Gesundheitswesen ist einer jener Sektoren, in denen Informationstechnologien immer größere Bedeutung gewinnen. Dank der so genannten elektronischen Gesundheitsdienste oder "vernetzten Gesundheit" werden Prävention, Diagnose, Behandlung und Überwachung von Krankheiten sowie das Management der Gesundheit und des öffentlichen Lebensstils immer effizienter miteinander verzahnt. Südtirol bereitet sich im Gleichschritt mit anderen italienischen Regionen darauf vor, den Innovationsschub durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und digitalen Technologien im Medizin- und Gesundheitsbereich zeitnah aufzunehmen. Bei E-Health-Themen wird die Provinz Bozen auch von der Fakultät für Informatik begleitet.

Die Aufgabe der Smart Data Factory (SDF) ist es, den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Industrie durch die Umsetzung und Anpassung der Forschungsergebnisse der Fakultät für Informatik der Freien Universität Bozen zu fördern. Dies geschieht durch den Transfer von in der Fakultät für Informatik vorhandenen fortgeschrittenen Fähigkeiten zur Lösung komplexer Probleme im Bereich des intelligenten Datenmanagements und bei der Mitgestaltung und Mitentwicklung von IT-Anwendungen, die sich auf die intelligente Nutzung von Daten konzentrieren. Gearbeitet wird am NOI Techpark.

Im Workshop Data4SmartHealth (D4SH) werden am Montag, den 26. Oktober von 8.40-16.00 Uhr Ergebnisse laufender Projekte mit den Hauptakteuren diskutiert, darunter Vertreter von Privatunternehmen, Start-ups im biomedizinischen Sektor und Führungskräfte des Südtiroler Gesundheitswesens. Mit D4SH will die Smart Data Factory am NOI Techpark Synergien zwischen verschiedenen Akteuren schaffen, die sich mit dem Thema E-Health beschäftigen.

"Wir möchten mit diesem Workshop die Zusammenarbeit zwischen lokalen Unternehmen, Gesundheitsbehörden und Akteuren im Bereich Forschung und Technologietransfer, einschließlich der SDF-Forscher, verstärken, gilt es doch, innovative Lösungen auf der Grundlage künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen zu entwickeln, insbesondere für die Verwaltung und Analyse großer Datenmengen", erklärt Prof. Diego Calvanese, Leiter des SDF. "Ziel ist es, mit Hilfe intelligenter Algorithmen die Rechtmäßigkeit von Datensätzen und ihre Beziehungen untereinander zu identifizieren und somit bessere Dienstleistungen und Anwendungen anzubieten".

Das Workshop-Programm umfasst Präsentationen von Ärzten und Managern biomedizinischer Unternehmen sowie von SDF-Forschern von unibz und Eurac. Floriano Zini (unibz) wird die Merkmale und das Potenzial der MS-Reha veranschaulichen, einer Anwendung, die auf Künstlicher Intelligenz basiert (realisiert mit der Universität Bologna) und für die kognitive Rehabilitation von Multiple-Sklerose-Patienten eingesetzt wird, aber auch bei anderen Krankheiten zum Einsatz kommt. Daniela D'Auria, ebenfalls von der unibz, wird die intelligente Telemonitoring-Anwendung reCOVeryaID für symptomatische, asymptomatische und präsymptomatische Coronavirus-Patienten, vorstellen, die an der SDF entwickelt wurde.

Der Forscher Panagiotis Symeonidis und Professor Markus Zanker (unibz) werden die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit über Empfehlungssysteme zu gezielten medikamentösen Behandlungen vorstellen. Die beiden Wissenschaftler haben ein System entwickelt, das auf der Grundlage ähnlicher Arzneimittelbehandlungen, die zuvor an anderen Patienten durchgeführt wurden, personalisierte Arzneimittelempfehlungen und fundierte Erklärungen zur Unterstützung besonders kritischer medizinischer Entscheidungen abgeben kann.

Am späten Vormittag findet eine Diskussion zu "Wie werden Daten die Zukunft des Gesundheitswesens und der Biomedizin gestalten? Vielversprechende Wege und Anregungen" statt, mit Carlo Combi, Professor an der Universität Verona und Experte für medizinische Informatik, Florian Zerzer, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, und Hagen Blankenbur, Data Steward am Institut für Biomedizin an der Eurac und Vinicio Biasi, Vizepräsident des Unternehmerverbands Südtirol. Prof. Combi wird den Workshop mit dem Vortrag "Erläuterung der Ergebnisse von Algorithmen der Künstlichen Intelligenz in der Medizin: eine datenzentrierte Perspektive" eröffnen.

Aufgrund der Einschränkungen von Covid-19 wurde auf ein Live-Streaming umgestellt. Die Vorträge werden je nach Muttersprache der Redner auf Englisch, Deutsch oder Italienisch ohne Simultanübersetzung gehalten.

vic/22.10.2020

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