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Der Erreger Plasmodium wird von Mücken übertragen © APA (AFP)
Der Erreger Plasmodium wird von Mücken übertragen © APA (AFP)

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Neue Angriffspunkte gegen Malaria entdeckt

14.11.2019

Der Kampf gegen Malaria ist längst nicht gewonnen, vor allem weil der Erreger Plasmodium zunehmend immun gegen bisherige Therapien wird. Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Bern hat eine wichtige Grundlage für neue Medikamente gelegt: In einem Mammut-Projekt identifizierten sie eine Vielzahl möglicher Angriffspunkte im Stoffwechsel des Parasiten, berichten sie im Fachblatt "Cell".

Die Forschenden um Volker Heussler von der Uni Bern durchforsteten das Erbgut des Parasiten, um essenzielle Gene zu identifizieren. Sie schalteten gezielt über 1.300 verschiedene Gene aus - je Parasit ein Gen - und beobachteten die Konsequenzen in unterschiedlichen Phasen des Lebenszyklus des Parasiten. Dazu verwendeten sie Versuchsmäuse. Auf diese Weise konnten die Wissenschafter hunderte lebenswichtige Gene des Malaria-Parasiten identifizieren.

Um Ordnung in diese Fülle essenzieller Gene zu bringen, spannten die Forschenden mit Kollegen der ETH Lausanne (EPFL) und der Universität Genf zusammen. Das EPFL-Team um Vassily Hatzmanikatis berechnete aus den gesammelten Daten, in welchen Stoffwechselwegen die gefundenen Gene eine Rolle spielen, und welche der bisher noch nicht erforschten Gene sich als Ziele bei der Malariabekämpfung eignen. Mit dieser Datengrundlage können sich Forschende nun auf die gefundenen neuen Angriffspunkte konzentrieren, um Medikamente oder Impfstoffe gegen verschiedene Lebensstadien des Malaria-Erregers zu entwickeln.

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