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OECD-Studie - Ärztekammer relativiert Mediziner-Zählung

07.11.2019

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres relativiert die OECD-Angaben zur hohen Ärztedichte in Österreich. Hierzulande sei ein Drittel nämlich nur teilbeschäftigt, erklärte er der APA. Außerdem würden die Ausbildung befindlichen Mediziner hinzugerechnet, was in anderen Ländern nicht der Fall sei. In Österreich gebe es jedenfalls ein Verteilungsproblem: "Die Jungen wollen nicht aufs Land."

Szekeres verwies auf die Statistik der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), die mit Jahresende 2018 bundesweit 46.337 Ärztinnen und Ärzte ausweist. Rechnet man dies in Vollzeitäquivalente um, kommt die Kammer auf nur 39.110. Lasse man dann noch die Turnusärzte weg (8.085, in Vollzeitäquivalenten 7.382), finde man sich im OECD-Mittelfeld, so der Präsident.

Hinzu komme, dass nicht nur die Beschäftigung am Land unattraktiv sei, sondern auch vier von zehn Absolventen des Medizinstudiums nicht in Österreich blieben. Einfach die Zahl der Studienplätze zu erhöhen, sei hier nicht die richtige Lösung, widersprach Szekeres der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

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