Medizin & Biotech

Partnermeldung

Selbstverteidigung: Immunsystem gegen Krebs

16.01.2018

Immuntherapien gelten als neuer Hoffnungsträger in der Krebstherapie. Sie geben dem Körper die Fähigkeit zurück, selbst gegen den Krebs zu kämpfen. Wie das funktioniert? Eine Bildgeschichte findet sich unter: https://www.pfizer.at/get-science/selbstverteidigung-immunsystem-gegen-krebs/ .

Das Immunsystem ist sozusagen die Polizei in unserem Körper. Es hat die Aufgabe, uns vor körperfremden und damit potenziell gefährlichen Eindringlingen wie Bakterien, Viren oder Pilzen zu schützen. Als "fremd" identifizierte Stoffe werden gezielt abgewehrt.

Auch Krebszellen werden vom Körper prinzipiell als "fremd" eingestuft, da ihre Oberflächenstruktur im Vergleich zu gesunden Zellen verändert ist. Manche Krebszellen können die Kontrolle des Immunsystems allerdings austricksen und sich tarnen: Sie verändern ihre Oberfläche so, dass sie "normal" erscheinen. Dem Immunsystem fehlt damit das Signal "fremd" bzw. "bedrohlich", und der Abwehrmechanismus versagt.

Die Immuntherapie kann diesen Tarnmechanismus der Krebszelle überwinden und sie für unser Immunsystem sozusagen wieder "sichtbar" machen.

erkömmliche Ansätze zur Krebsbekämpfung wie Strahlentherapie und Chemotherapie haben im Laufe der Jahre unzählige Leben gerettet und werden auch weiterhin ihren Platz in der Krebstherapie haben. Sie werden leider jedoch oft von schweren Nebenwirkungen begleitet, weil sie neben dem Angriff auf die bösartigen Krebszellen auch gesunde Zellen beeinträchtigen oder zerstören können.

Die Immuntherapie konzentriert sich primär auf die Tumorzelle und unterscheidet sich dadurch wesentlich von den herkömmlichen, weniger zielgerichteten Ansätzen. Experten sprechen von einem großen Durchbruch in der Behandlung von bisher schwer therapierbaren und fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Sie gehen davon aus, dass die Immuntherapie neben traditionellen Therapien und anderen neueren Ansätzen - wie der gezielten Therapie mit Antikörpern - eine der wesentlichen Säulen der Krebsbehandlung werden wird.

"Ich sehe großes Potential, dass die Immuntherapie die Krebsmedizin entscheidend verändern kann und wird", so Dr. Tobias Eichhorn, Bereichsleiter Onkologie bei Pfizer Austria.

In den letzten Jahren wurden auf dem Gebiet der Immunonkologie große Fortschritte erzielt. Erste Therapien zur Behandlung von schweren Krebserkrankungen konnten bereits zugelassen werden. Doch es gibt nach wie vor noch viel zu lernen. Aktuell forschen Wissenschafter beispielsweise daran, das Immunsystem als solches in seinem Abwehrverhalten auf den Tumor zu stärken und es quasi zu "boostern".

Diese Meldung ist Teil des neuen Pfizer-Wissenschaftsblogs. Weitere Beiträge finden sich unter: www.pfizer.at/get-science

Quelle: Pfizer

STICHWÖRTER
Wien  | Forschung  | Wissenschaft  | Medizin  | Krankheiten  | Krebs  |
Weitere Meldungen aus Medizin & Biotech
APA
Partnermeldung