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Partnermeldung

TELEMED5000 - Telemedizin in großem Maßstab

20.09.2019

Das von BMWi in Deutschland und bmvit in Österreich bilateral geförderte Projekt Telemed5000 mit namhaften Partnern wie dem Telemedizinzentrum der Charité - Universitätsmedizin Berlin (TMZ), Fraunhofer, GETEMED und in Österreich dem AIT Austrian Institute of Technology in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol, startet im Herbst 2019. Ziel des Projektes ist es, dass Telemedizin-Zentren durch Remote Patient Management (RPM) deutlich mehr Patient*Innen betreuen können.

Das Projekt TELEMED5000 "Entwicklung eines intelligenten Systems zur telemedizinischen Mitbetreuung von großen kollektiven kardiologischen Risikopatienten" baut auf der fünfjährigen Fontane Studie auf, die den Nutzen von Telemedizin für Herzpatient*Innen bestätigt hat. Inzwischen konnte auch in Österreich das Vorzeigeprojekt HerzMobil Tirol vom Landesinstitut für Integrierte Versorgung der Tirol Kliniken GmbH den Nutzen durch Fernbetreuung aufzeigen. Bessere Therapiemöglichkeiten, eine um die Hälfte reduzierte Rehospitalisierungsrate sowie eine stark reduzierte Gesamtsterblichkeitsrate im Beobachtungszeitraum von einem Jahr, sprechen eine deutliche Sprache. Das Vorzeigeprogramm HerzMobil Tirol befindet sich bereits seit dem Jahr 2017 in der Regelversorgung. Der Bedarf an telemedizinischer Betreuung wächst stetig, aber bisher können in einem Zentrum wie jenem der Charité - Universtitätsmedizin Berlin jedoch maximal 750 Patient*Innen telemedizinisch betreut werden. Hier setzt das bilaterale Projekt TELEMED5000 an.

"Das Projektziel von TELEMED5000 ist die Erarbeitung einer Systemlösung, die Remote Patient Management (RPM) großer Patient*Innenzahlen in der Regelversorgung technisch möglich macht" sagt Prof. Köhler: "Hierfür sollen Methoden, die auf künstlicher Intelligenz beruhen, zur Entscheidungsunterstützung für das medizinische Fachpersonal untersucht werden."

"Unsere Arbeit am Forschungsprojekt fokussiert auf der Einbindung von Sensoren zur Beobachtung der körperlichen Aktivität und Bewegung im Alltag als Prädiktor für den Krankheitsverlauf", sagt Peter Kastner, Projektleiter am AIT.

RPM hilft bei Patient*Innen mit Herzinsuffizienz durch eigenständige Messung von Gesundheitsparametern (Blutdruck, Körpergewicht) zu Hause, durch leitlinienkonforme Medikation sowie der Durchführung von Therapiemaßnahmen wie z.B. dosierte Bewegung, das Risikio für eine mögliche lebensbedrohliche kardiale Dekompensation zu vermindern.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Deutschland und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie in Österreich hatten im Dezember 2018 den Technologiewettbewerb "Smarte Datenwirtschaft - Technologiewettbewerb mit den Schwerpunkten Künstliche Intelligenz, Semantik, Souveränität" für bilaterale Forschungsprojekte ausgeschrieben. Das AIT wird in Österreich für sein Teilprojekt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit rund 250.000 Euro gefördert und vom Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol, der Tirol Kliniken GmbH und der Tiroler Landesuniversität UMIT bei der Evaluierung im klinischen Umfeld, mit Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung, von HerzMobil unterstützt.

AIT Austrian Institute of Technology GmbH

AIT Austrian Institute of Technology GmbH ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Spezialist für die zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft.

AIT ist Pionier und Wegbereiter in Forschung und Versorgung für Digital Healthcare in Österreich mit 19 Jahren Expertise im Bereich Telemonitoring und Therapiemanagement und über 1 Million Telemonitoring-Tage Erfahrung. Das AIT hat im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungsprojekten eHealth und mHealth Technologien für die Unterstützung von Disease Management Programmen und integrierten Versorgungsmodellen entwickelt und erprobt.

Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol

Das Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) Tirol wurde aus einer gemeinsamen Initiative des Landes Tirol und der Sozialversicherungsträger geschaffen, um Disease Managament Programme zu entwickeln, zu implementieren, zu koordinieren und zu betreiben. Das telemedizinische Programm HerzMobil Tirol ist Teil des Landesinstituts für Integrierte Versorgung. Diese Struktur ist einzigartig im Österreichischen Gesundheitswesen, trägt zur optimalen Versorgungssicherheit der Patienten in Tirol bei und ist Drehscheibe für neue, innovative und flexible Versorgungsmodelle.

Prof. Dr. Friedrich Köhler

Prof. Dr. Friedrich Köhler ist Leiter des im Jahr 2008 gegründeten Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin (TMZ). Das Haupttätigkeitsfeld des TMZ ist die Entwicklung von telemedizinischen Produktinnovationen in Forschungsprojekten und deren Erprobung in klinischen Studien. Das Zentrum war maßgeblich an der Umsetzung der klinischen Studie "Telemedical Interventional Monitoring in Heart Failure" beteiligt, deren wegweisende Ergebnisse in einem hochrangigen, medizinischen Fachjournal (Lancet) publiziert wurden.

Weitere Informationen über TELEMED5000: https://www.telemed5000.de/das-projekt/

Weitere Informationen über das AIT: https://www.ait.ac.at/

Weitere Informationen über das LIV: https://www.liv.tirol/

Rückfragehinweis:
Fabian Purtscher
Marketing & Communications
Center for Health & Bioresources
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
fabian.purtscher@ait.ac.at | www.ait.ac.at
T +43 (0)50550-4406  |  M +43 (0)664 8251322
Daniel Pepl, MAS, MBA
Corporate and Marketing Communications
AIT Austrian Institute of Technology 
T +43 (0)50550-4040
daniel.pepl@ait.ac.at I www.ait.ac.at
STICHWÖRTER
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