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Auszeichnung untermauert hohen Innovationsgrad © SFG/Krug
Auszeichnung untermauert hohen Innovationsgrad © SFG/Krug

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acib-Spin-off Qualizyme gewinnt Fast Forward Award 2017

14.09.2017

Das in der Medizinbranche tätige acib-Spin-off Qualizyme aus Graz gewinnt mit seiner Technologie zur schnellen Diagnose von Wundinfektionen einen der wichtigsten Innovationspreise in Österreich, den Fast Forward Award 2017 in der Kategorie "Kleinstunternehmen".

Die Heilung chronischer Wunden wird häufig durch komplexe bakterielle Infektionen verzögert oder sogar verhindert. Die Diagnose und Behandlung solcher Verletzungen war bisher nicht nur schwierig, sondern vor allem zeit- und kostenintensiv. "Eine klinische Beurteilung durch behandelnde Ärzte oder das Pflegepersonal, gefolgt von einer biochemischen Analyse der Wundflüssigkeit und anschließenden Ergebnisauswertung nimmt im Moment bis zu eine Woche in Anspruch. Zusätzlich leidet die Lebensqualität des Patienten durch den häufigen Verbandswechsel enorm", weiß Eva Sigl, Mitbegründerin und Forschungs- und Entwicklungsleiterin von Qualizyme. Ein vom Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) und von Qualizyme entwickelter Schnelltest erkennt Wundinfektionen erstmals rasch und einfach anhand von Enzymen, die der Körper bei beginnender Infektion vermehrt produziert. Sigl: "Als Bestandteile des menschlichen Immunsystems sind neutrophile Zellen die erste Instanz, eine Infektion zu detektieren. Sie produzieren daraufhin Proteasen, die in der Lage sind, schädliche Bakterien und Keime abzutöten". Sind die Enzymwerte erhöht, kommt es zu einer Farbänderung des Wundverbandes innerhalb von 15 Minuten.

System revolutioniert Heimpflege

Dieses Ja/Nein Prinzip erlaubt es erstmals auch betreuenden Familienmitgliedern oder medizinisch ungeschultem Pflegepersonal eine Frühwarnung bei häufig im Heimpflegebereich auftretenden Hautschädigungen wie Dekubitus, auch Wundliegen genannt, oder dem Diabetischen Fuß. "Durch die kontinuierliche Überwachung kann die Überbehandlung mit Antibiotika vermieden werden. Teure Spezialverbände, die etwa bakterientötendes Silber oder Collagen enthalten, müssten seltener gewechselt werden, was eine Entlastung des Gesundheitssystems zur Folge hätte. Der hohe Innovationsgrad der Technologie, die das Wundmanagement weltweit revolutionieren könnte, wurde am 13. September mit der Auszeichnung des Fast Forward Award 2017 in der Kategorie "Kleinstunternehmen" eindrucksvoll untermauert.

Produkte und neue Anwendungsgebiete entstehen

"Aktuell arbeiten wir in einem gemeinsamen Projekt mit dem acib und dem Industriepartner Synovo aus Tübingen (D) an einem Produkt, das in Form eines Teststreifens - ähnlich eines Schwangerschafttests - von Hausärzten, Spitälern oder bei der Heimpflege angewendet werden kann", verrät Sigl. Zusätzliche Labore und Reinräume sowie die Beschäftigung neuer Mitarbeiter sind angedacht. Gemeinsam mit der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist geplant, die Technologie auch auf andere Anwendungen zu übertragen. Das 2011 aus der TU Graz und dem acib ausgegründete Unternehmen tritt seit 2015 unter dem Namen Qualizyme auf und ist ein weiteres Erfolgsbeispiel für den erfolgreichen Wissenstransfer anwendungsrelevanter Forschung zwischen heimischen Exzellenzzentren und ihrer Spin-Offs.

Über acib

Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) entwickelt neue, umweltfreundlichere und ökonomischere Prozesse für die Industrie (Biotech, Chemie, Pharma) und verwendet dafür die Methoden der Natur als Vorbild und die Werkzeuge der Natur als Hilfsmittel. Das acib, eine Non-Profit-Organisation, ist ein internationales Forschungszentrum für industrielle Biotechnologie mit Standorten in Graz, Innsbruck, Tulln, Wien (A), Bielefeld, Heidelberg und Hamburg (D) sowie Pavia (I), Canterbury (AUS), Neuseeland (NZL) und Taiwan und versteht sich als Partnerschaft von 150+ Universitäten und Unternehmen. Darunter bekannte Namen wie BASF, DSM, Sandoz, Boehringer Ingelheim RCV, Jungbunzlauer oder VTU Technology. Am acib forschen und arbeiten derzeit 250+ Beschäftigte an mehr als 75 Forschungsprojekten. Eigentümer des acib sind die Universitäten Innsbruck und Graz, die TU Graz, die Universität für Bodenkultur Wien sowie Joanneum Research. Gefördert wird das K2-Zentrum im Rahmen von COMET - Competence Centers for Excellent Technologies durch das BMVIT, BMWFW sowie die Länder Steiermark, Wien, Niederösterreich und Tirol. Das COMET-Programm wird durch die FFG abgewickelt.

Rückfragehinweise 
Qualizyme GmbH 
Dr. Eva Sigl 
office@qualizyme.com 
Tel.: +43 316 34999511  

Aussender 
Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib)  
Unternehmenskommunikation und Marketing  
Martin Walpot, MA 
martin.walpot@acib.at
Tel.: +43 316 873 9312
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