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Akademievorlesung mit Eli Yablonovitch zum Transistor der Zukunft

16.05.2019

Der Transistor hat die Welt der Technik revolutioniert - vom Radio bis zum Smartphone. Doch er ist in die Jahre gekommen und verbraucht zu viel Energie. Daher läuft die Suche nach Alternativen. Welche das sein könnten, erklärt der US-Physiker Eli Yablonovitch bei einer Akademievorlesung am 23. Mai an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Der Transistor hat die Menschheit verändert: Erstmals 1947 gebaut, hat er es längst in die Schaltkreise der allermeisten elektronischen Geräte geschafft. Ohne ihn gäbe es keine Taschenrechner, Radios oder Computer. "Transistor" ist ein Kunstwort aus "transfer resistor" und bezeichnet ein Halbleiter-Bauelement, mit dem sich elektrische Spannungen und Ströme steuern lassen.

Seit seiner ersten Anwendung vor mehr als 70 Jahren hat sich die zugrundeliegende Technik allerdings nicht wesentlich verändert. Auch einige Schwachstellen, die es trotz der Erfolgsgeschichte des Transistors gibt, blieben somit bestehen, zum Beispiel sein Energieverbrauch. Daher stellt sich die Frage: Was kommt nach dem Transistor?

Schrödingers Ideen im neuen Transistor

Über vielversprechende neue Forschungen dazu spricht am 23. Mai der Physiker Eli Yablonovitch bei einer Akademievorlesung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien. Dabei wird er unter anderem Ansätze aus seiner eigenen Arbeit vorstellen, die sich der Prinzipien der Quantenmechanik bedient:

"Aktuelle Transistoren folgen dem Prinzip von Ludwig Boltzmann, wonach es eine bestimmte Spannung braucht, um etwas ein- und auszuschalten. Wir hingegen versuchen, einen Transistor nach den Prinzipien der Quantenmechanik zu bauen. Diese Prinzipien wiedersprechen sich zum Teil. Man könnte also sagen, wir versuchen Boltzmanns Prinzipien mit Schrödingers Ideen zu überwinden", erklärt Yablonovitch in einem aktuellen Interview.

Über Eli Yablonovitch

Eli Yablonovitch, 1946 in Puch bei Hallein geboren, studierte an der McGill University in Montreal und an der Harvard University, an der er 1972 in angewandter Physik promovierte. Seit 1993 ist er Professor of Electrical Engineering and Computer Sciences an der University of California, Berkeley. Er ist Mitglied der US-National Academy of Sciences und der Royal Society und erhielt 2019 die Benjamin Franklin Medaille, mit der u.a. bereits Thomas Edison, Marie Curie, Max Planck und Stephen Hawking geehrt wurden.

Eli Yablonovitch: "What will replace the transistor?"

Zeit: Donnerstag, 23. Mai um 18 Uhr

Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt, der Eintritt ist frei.

Um unverbindliche Anmeldung wird gebeten unter:

www.oeaw.ac.at/anmeldung/akademievorlesungen/

Mehr zum Thema:

Über die Frage, wie der Transistor der Zukunft aussehen könnte, spricht Eli Yablonovitch auch im Interview auf der Website der ÖAW.

Interview mit Eli Yablonovitch

Quelle: ÖAW

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