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Echse schreckt mit blauer "UV-Zunge" Angreifer ab

11.06.2018

Eine australische Echse schreckt Angreifer mit einem ungewöhnlichen Mittel ab. Der sogenannte Blauzungenskink streckt dem Feind die Zunge heraus - und zeigt dabei möglichst die Rückseite. Dies geschieht, weil die Zunge hinten stärker leuchtet als vorn und ultraviolettes Licht reflektiert. Das haben Forscher der Macquarie Universität in Sydney herausgefunden.

Blauzungenskinke kommen auch auf einigen indonesischen Inseln und auf Papua-Neuguinea vor. Die Echsen werden etwa einen Meter lang und fressen unter anderem kleine Wirbeltiere. Ihre natürlichen Feinde sind zum Beispiel Schlangen, Vögel, Füchse sowie einige andere Echsen. Wenn sie angegriffen werden, blähen sie sich auf, reißen das Maul auf und zeigen die Zunge.

Für die Studie, die im Fachblatt "Behavioral Ecology and Sociobology" veröffentlicht wurde, nahmen sich die Wissenschafter eine der größten Echsen vor, die Nördliche Blauzungenechse (Tiliqua scincoides intermedia), die im Norden Australiens zuhause ist. Dabei stellten sie fest, dass die Tiere über eine "UV-Zunge" verfügen. Die Zunge strahlt ultraviolettes Licht zurück. Menschen sehen das UV-Licht nicht, manche Tiere aber schon.

Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Skinke immer größere Teile der Zunge zeigen, je mehr sie sich in Gefahr fühlen. "Das Timing, wann sie die Zunge zeigen, ist entscheidend. Wenn das zu früh geschieht, geben sie ihre Tarnung auf und ziehen ungewollt die Aufmerksamkeit ihrer Feinde auf sich. Wenn sie das zu spät machen, schreckt das möglicherweise nicht mehr ab", erklärte der Wissenschafter Arnaud Badiane.

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