Natur & Technik

v.li.: Lukas Andracher (FH Joanneum) und Fabrice Giuliani (CBOne) © FH Joanneum/Christoph Zöggeler
v.li.: Lukas Andracher (FH Joanneum) und Fabrice Giuliani (CBOne) © FH Joanneum/Christoph Zöggeler

APA

Grazer Forscher präsentieren Brennkammer-Sensor in den USA

06.06.2017

Das Institut Luftfahrt der Fachhochschule Joanneum sowie das Grazer Jungunternehmen Combustion Bay One (CBOne) werden Ende Juni ihr Forschungsprojekt "Emotion" auf der wissenschaftlichen Konferenz der ASME Turbo Expo in North Carolina (USA) vorstellen. Die Grazer haben eine Sensorik entwickelt, um Brennkammern etwa von Luftfahrtantrieben besser erforschen zu können.

"Emotion" steht für "Engine health monitoring and refined combustion control based on optical diagnostic techniques embedded in the combustor". Bei dem Projekt wurde ein berührungsloser Sensor entwickelt, der Verbrennungen überwacht und erforscht und zwar in Echtzeit in der Brennkammer. Das Messprinzip beruht auf einer Kombination aus optischer und akustischer Messtechnik, hieß es in einer Aussendung der FH.

Anmeldung zum Patent

"Bis dato wurde die Arbeit in drei begutachteten Veröffentlichungen disseminiert, wobei mehrere getestet und validierte Optionen für die Sonde vorgestellt wurden. Die erfolgsversprechende Konstruktion und Funktionalität unter hohen Temperatur- und Druckbedingungen der Sonde wurde zum Patent angemeldet", teilte die Hochschule weiter mit. Von 26. bis 30. Juni 2017 werden die neuesten Erkenntnisse aus dem kooperativen Forschungsprojekt bei der "international höchst angesehenen" Konferenz in Charlotte in North Carolina vorgestellt. Mehr als 4.000 Fachbesucher werden bei der Großkonferenz erwartet.

Die neue Technologie könne nicht nur in der Entwicklung und im Betrieb von modernen Flugzeugtriebwerken eingesetzt werden, sondern sei auch zum Einsatz in stationären Gasturbinen und Kraftwerken geeignet. Zukünftig soll die Technologie in allen im Betrieb befindlichen Flugzeugtriebwerken Einzug halten. "Deswegen stellt die Sonde eine große Chance für die gesamte Mobilitätsindustrie in der Steiermark da. Es ergeben sich neue Perspektiven zum Einstieg in die Antriebsinstrumentierung von Luftfahrzeugen, was wiederum mit vielen Synergieeffekten verbunden wäre", so Fabrice Giuliani, CEO von CBOne.

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