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Fehlerspanne bei Ortung soll minimiert werden © APA (AFP)
Fehlerspanne bei Ortung soll minimiert werden © APA (AFP)

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Japan bringt weiteren Satelliten für eigenes GPS-System ins All

10.10.2017

Japan hat für ein eigenes hochpräzises Ortungssystem einen weiteren Satelliten erfolgreich ins All geschickt. Eine Trägerrakete vom Typ H-2A hob am 10. Oktober mit dem Michibiki Nummer 4 genannten Satelliten vom Raumfahrtbahnhof Tanegashima in der südwestlichen Provinz Kagoshima ab.

Er ist der letzte von vier Satelliten zum Aufbau einer verfeinerten Form des satellitengestützten GPS-Standards japanischer Bauart. Bisher hing die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt von einem amerikanischen GPS-Netzwerk ab.

Mit seinem selbstentwickelten System will Japan die Fehlerspanne bei der Ortung im eigenen Land auf wenige Zentimeter reduzieren. Damit erhalten unter anderem Nutzer von Smartphones noch genauere Informationen bei der Suche nach Standorten mit Karten-Apps. Solche Daten können zudem für Navigationsgeräte in Autos, für Drohnen oder von unbemannten Traktoren verwendet werden.

Auch Europa hat eigene Navigationssatelliten ins All gebracht, um vom amerikanischen GPS unabhängig zu werden. Das Galileo-System mit derzeit 18 Satelliten soll eine genauere Ortung als sein US-Pendant ermöglichen.

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