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Kürzlich haben acht Analog-Astronauten ihre Ausbildung abgeschlossen © ÖWF
Kürzlich haben acht Analog-Astronauten ihre Ausbildung abgeschlossen © ÖWF

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ÖWF konkretisiert Fahrplan für nächste Mars Analog-Mission 2020

11.11.2019

Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) hat bekannt gegeben, welche Experimente bei der 13. Mars Analog-Mission im Jahr 2020 durchgeführt werden sollen. Außerdem wurden jene Forschungsinstitutionen ausgewählt, die bei der Mission "AMADEE-20" in Israel teilnehmen werden: Forscher aus Deutschland, Frankreich, Israel, Österreich, den USA oder aus dem Vereinigten Königreich werden dabei sein.

"Wir haben Forschungsfragen ausgewählt, die dazu beitragen, die zukünftige astronautische Erforschung des Roten Planeten möglichst gut vorzubereiten", sagte ÖWF-Direktor Gernot Grömer in einer Aussendung. Die 16 Experimente stammen aus den Bereichen Geologie, Biologie, Medizin, Psychologie und Technik. Beispielsweise soll im Fach Biologie "die Entwicklung des Haut und Darm-Mikrobioms der Analog-AstronautInnen während der Mission" untersucht werden. Getestet wird auch eine neuartige Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Fernsteuerung von Robotern.

Kooperation mit israelischer Raumfahrtagentur

Die Experimente sollen Mitte Oktober bis Mitte November 2020 bei der Mission "AMADEE-20", eine Kooperation zwischen dem ÖWF und der israelischen Raumfahrtagentur, von sechs Analog-Astronauten des ÖWF durchgeführt werden. "Unsere ExpertInnen sind dabei von der Außenwelt isoliert und werden lediglich per zeitverzögerter Funkverbindung vom Mission Support Center (MSC) in Innsbruck unterstützt", erklärte Grömer.

Das ÖWF arbeitet an der Vorbereitung astronautischer Erforschung anderer Planeten. Analog-Astronauten sind speziell ausgebildet und werden für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Vorbereitung von bemannten Mars-Expeditionen eingesetzt. Anfang November hatten acht Analog-Astronauten des ÖWF ihre Ausbildung abgeschlossen, damit verfügt das Forum nun über 13 Analog-Astronauten. Unter ihnen befindet sich auch der österreichische Physiker Robert Wild.

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