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Leonow schwebte zwölf Minuten lang als erster Mensch im All © APA (Hochmuth)
Leonow schwebte zwölf Minuten lang als erster Mensch im All © APA (Hochmuth)

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Russischer Raumfahrt-Pionier Alexej Leonow gestorben

11.10.2019

Der russische Raumfahrt-Pionier Alexej Leonow, der 1965 als erster Mensch einen Weltraumspaziergang unternahm, ist tot. Leonow starb im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit in Moskau, wie seine Mitarbeiterin Natalia Filimonowa sagte.

Millionen Menschen saßen am 18. März 1965 gebannt vor ihren Radios und Fernsehgeräten, als Leonow als erster Mensch im All schwebte, gesichert durch ein fünf Meter langes Kabel. Während des zwölfminütigen Einsatzes hatte der Kosmonaut einen atemberaubenden Blick auf die Erde. "Es war wunderschön", erinnerte sich der Weltraumpionier.

Mitten im Kalten Krieg lieferten sich die Sowjetunion und die USA damals ein Wettrennen um die Vorherrschaft im All. Leonow trainierte 18 Monate für seine historische Mission und kam den Amerikanern zehn Wochen zuvor.

1975 schrieb der Kosmonaut nochmals Geschichte, als es erstmals ein Treffen zwischen Sowjet-Kosmonauten und US-Astronauten im All gab. Am 17. Juli koppelte ein Apollo-Raumschiff an die Sojus-19-Kapsel an. Leonow und der US-Kommandant Thomas Stafford gaben sich die Hände. Beide Crews arbeiteten anschließend zwei Tage lang zusammen. "Zwischen Astronauten haben niemals Grenzen existiert", sagte Leonow. "Der Tag, an dem auch Politiker dies begreifen, wird unseren Planeten für immer verändern."

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