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Tiefsee-Expedition fand große Anzahl fleischfressender Schwammarten

27.05.2020

Vor der Ostküste Australiens leben zahlreiche Arten von fleischfressenden Schwämmen. Mindestens 17 neue Arten haben australische und deutsche Meereswissenschafter dort entdeckt. Bisher waren in Australien lediglich drei Arten dieser Tiere bekannt.

Die in bis zu 4.000 Meter Tiefe lebenden Schwämme seien während einer gemeinsamen Tiefsee-Expedition im Jahr 2017 gefunden worden, teilte das Queensland Museum mit. Die Entdeckung der seltenen fleischfressenden Schwämme sei aufregend, sagte Merrick Ekins vom Queensland Museum.

Traditionell seien Schwämme Filtrierer. Sie filtern Plankton oder Nährstoffe aus dem Wasser. "Doch diese Arten, die am Meeresboden vorkommen, haben sich zu Raubtieren entwickelt, die ihre Beute direkt fangen und verdauen", sagte Ekins. Viele der jetzt neu entdeckten Arten seien in einer Tiefe zwischen 2.000 und 4.000 Metern gefunden worden. "Ich würde sagen, dies ist der größte Fund fleischfressender Schwämme, der jemals auf einer Expedition weltweit gemacht wurde."

Forscher des Museums hatten demnach mit Wissenschaftern der Ludwig-Maximilians-Universität in München zusammengearbeitet, um die vor der Küste zwischen dem nördlichen Queensland und Tasmanien lebenden Arten zu finden und zu benennen. Die Funde wurden kürzlich im Wissenschaftsjournal "Zootaxa" veröffentlicht.

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