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Ideen heben ab: Mit dem neuen 1000-Ideen-Programm unterstützt der FWF Forschende, deren Projekte sich noch in der Frühphase befinden © FWF
Ideen heben ab: Mit dem neuen 1000-Ideen-Programm unterstützt der FWF Forschende, deren Projekte sich noch in der Frühphase befinden © FWF

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1000-Ideen-Programm: Ausschreibung für unkonventionelle Forschungsideen startet im November

16.10.2019

Für gänzlich neue, mutige oder besonders originelle Forschungsideen, die sich auch außerhalb des gängigen Wissenschaftsverständnisses bewegen, können Forschende in einer ersten Ausschreibung des Wissenschaftsfonds FWF eine Finanzierung erhalten. Wesentlich ist, dass Zukunftsthemen mit einem hohen wissenschaftlichen und transformativen Potenzial in Angriff genommen werden.

Das im Juni 2019 angekündigte neue Förderungsprogramm des FWF geht nun in die Umsetzung. Die Ausschreibungsfrist ist vom 14. November 2019 bis zum 15. Januar 2020, 14 Uhr (Einreichende), festgelegt. Das Hauptziel des Programms besteht darin, neue, zukunftsweisende Themen mit hoher Relevanz für Wissenschaft und Forschung zu behandeln. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses dieser originellen oder gewagten Ideen zunächst von untergeordneter Bedeutung sein; der "Mut zum Scheitern" ist Bestandteil des Programms. Die Projekte sollen das Potenzial aufweisen, bestehende Forschungsbereiche zu transformieren und/oder etablierte Paradigmen in Wissenschaft und Forschung grundlegend infrage zu stellen. Gleichzeitig soll glaubhaft gemacht sein, wie die schlüssige methodisch-wissenschaftliche bzw. konzeptionelle Planung der Umsetzung aussieht.

"Das Neue kommt dann in die Welt, wenn Forscherinnen und Forscher unkonventionelle Ansätze und Ideen erproben können. Diesen Freiraum möchten wir mit dem 1000-Ideen-Programm bieten. Ziel ist es, besonders mutige Ideen zu wissenschaftlichen Erfolgen zu machen", beschreibt Klement Tockner, Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, das innovative Potenzial des neuen Förderangebots.

Offen für alle Wissenschaftsdisziplinen

Die Projektförderung ist mit einer maximalen Höhe von 150.000 Euro begrenzt. Sie ist als Anschubfinanzierung für mutige, neuartige Forschungsideen in einem frühen Stadium anzusehen, d.h. bevor Ideen vollständig entwickelt sind, die dann gute Chancen haben, im Rahmen bestehender Programme gefördert zu werden. Das 1000-Ideen-Programm ist offen für alle Wissenschaftsdisziplinen und richtet sich an alle Forschenden, die eine Anbindung an eine österreichische Forschungsstätte haben oder haben werden.

"Mit den 1000-Ideen kommen wir einem vielfach geäußerten Wunsch der Forschenden nach. Erstmals können unkonventionelle oder riskante Ideen auf ihre Umsetzbarkeit getestet werden. Das neue Angebot ergänzt unser etabliertes Förderungsportfolio für Forschungsansätze in einer besonders frühen Phase", erklärt Uwe von Ahsen, Leiter der Nationalen Programme beim FWF.

Innovative Elemente in der Antragsbegutachtung und Auswahl zur Förderung

Um der besonderen Zielrichtung des Programms Rechnung zu tragen, geht der FWF auch für die Antragsstellung neue Wege. So wird die Beschreibung der Projektidee und deren geplante Umsetzung auf nur maximal sechs Seiten und auch anonym zu verfassen sein, darin muss auch eine Selbsteinschätzung der Forscherin/des Forschers zu den riskantesten Aspekten sowie zu möglichen Lerneffekten im Falle des Scheiterns enthalten sein.

Der FWF will mit einem Doppelblind-Auswahlverfahren förderungswürdige Projekte ausschließlich auf der Grundlage der Projektidee und der logischen und schlüssigen Beschreibung ihrer Realisierung identifizieren. Daher werden übliche Bewertungskriterien wie der Publikationserfolg oder die Reputation der Forscherin/des Forschers nicht berücksichtigt, um eine mögliche Verzerrung bei der Bewertung der Forschungsidee zu vermeiden.

Aufgrund dieser und weiterer Besonderheiten des Programms wird der FWF Informationsveranstaltungen zur Antragstellung im November und Dezember 2019 abhalten. Die genauen Daten werden im laufenden FWF-Kalender veröffentlicht. Gleichzeitig weist der FWF darauf hin, dass die eingegangenen Anträge sehr rigoros hinsichtlich der Einhaltung der Formvorgaben sowie der Anonymität überprüft werden. Anträge, die den Vorgaben nicht entsprechen, werden ohne Kulanzfrist zur Mängelbehebung abgesetzt.

Eine Jury wird über die Anträge im Juni 2020 beraten, d.h. mit einem Bescheid über eine Förderung ist ab diesem Zeitpunkt zu rechnen.

Nähere Informationen zum 1000-Ideen-Programm finden Sie hier.

Quelle: FWF

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