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50 Fragen für den Weg zur Innovationsspitze

14.01.2019

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) übergab heute im Rahmen seines alljährlichen Neujahrsempfangs seine „50 Fragen für den Weg zur Innovationsspitze“ an die anwesenden Regierungsvertreter Bundesministerin Dr.in Margarete Schramböck (BMDW), Bundesminister Norbert Hofer (BMVIT) und Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann (BMBWF). Das Inputpapier beinhaltet die aus Sicht des Rates zentralen Themen, die die künftige FTI-Strategie für eine erfolgreiche Entwicklung Österreichs zum Innovation Leader adressieren muss.

In den meisten internationalen FTI-Rankings nimmt Österreich derzeit Positionen im vorderen Mittelfeld ein. Dies zeigt, dass die Anstrengungen der letzten Jahre Wirkung entfaltet und in etlichen Bereichen eine positive Dynamik ausgelöst haben. „Gleichzeitig ist aber festzuhalten“, so der Vorsitzende des RFTE, Dr. Hannes Androsch, „dass sich diese Dynamik insgesamt nicht in ausreichendem Maß entwickelt hat, um unser Land an die besten in Europa heranzuführen. Damit stagniert die österreichische Performance vor allem im Vergleich zu den Innovationsnationen Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Niederlande, Schweden und insbesondere zur Schweiz.“

Mit der neuen FTI-Strategie gilt es daher aus Sicht des Rates, vor allem die bestehenden Effizienzbarrieren abzubauen. Diese hat der RFTE bereits in den vergangenen Jahren im Rahmen seiner Monitoringaktivitäten und seiner Analyse der Innovationsperformance Österreichs immer wieder aufgezeigt. Mit den nun präsentierten 50 Fragen in sechs Zukunftsbereichen wurden jene Bereiche angesprochen, die ausschlaggebend für Österreichs Weg in die Gruppe der Innovation Leader sind. „Werden die von uns formulierten Zukunftschancen ergriffen, indem die 50 Fragen beantwortet werden, wird es möglich sein, dass Österreich den Weg zur Innovationsspitze erfolgreich beschreiten kann“, so der stellvertretende Ratsvorsitzende, Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger.

Zukunftschance 1: Innovative Wirtschaft und Gesellschaft

Wie können Österreichs Wirtschaft und Gesellschaft für die Chancen und die globalen Herausforderungen der Zukunft fit gemacht werden?

Zukunftschance 2: Innovative Menschen

Wie können die Menschen in Österreich bestmöglich in die Lage versetzt werden, die zukünftigen Chancen wahrzunehmen und die Herausforderungen zu meistern?

Zukunftschance 3: Innovative Hochschulen

Wie lassen sich österreichische Hochschulen auf Weltklasseniveau etablieren?

Zukunftschance 4: Innovative Unternehmen

Wie kann der innovative Beitrag von Start-ups und Unternehmen zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung erhöht werden?

Zukunftschance 5: Innovative Strukturen und Finanzierung

Wie können die Rahmenbedingungen optimiert werden, um dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen FTI-Systems zu steigern?

Zukunftschance 6: Europa und Internationalisierung

Wie kann sich Österreich als Hot Spot für Spitzenforschung und disruptive Innovation in Europa etablieren?

Hintergrund:

Mit ihrer 2011 verabschiedeten Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie) hat die Bundesregierung das Ziel verfolgt, Österreich bis 2020 zum Innovation Leader zu machen. Inzwischen ist der darin vorgegebene Zeithorizont 2020 fast erreicht. Der RFTE hat in den vergangenen Jahren die Fortschritte bei der Umsetzung der FTI-Strategie im Rahmen seines jährlichen Berichts zur wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit systematisch analysiert. Dabei kam er zu dem Schluss, dass Österreich trotz überdurchschnittlicher F&E-Investitionen und erfolgreicher Entwicklungen in einigen Bereichen bis 2020 nicht in die Gruppe der Innovation Leaders vorstoßen wird. Hierfür sind in erster Linie die in den Analysen identifizierten Effizienzbarrieren sowie gravierende Schieflagen in der Mittelverteilung verantwortlich.

In ihrem Ministerratsvortrag vom 16. August 2018 hat die österreichische Bundesregierung inzwischen die Erarbeitung einer neuen Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie (FTI-Strategie 2030) angekündigt. Zur Unterstützung dieses Strategieentwicklungsprozesses legte der Rat das Inputpapier vor.

Rückfragehinweis:
Rat für Forschung und Technologieentwicklung
DI Dr. Ludovit Garzik
Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
+43 (0)1 713 1414
l.garzik@rat-fte.at
www.rat-fte.at

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