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Artificial Intelligence Potenzial in Österreich

17.09.2019

Artificial Intelligence (AI) ist zum Trendthema geworden. AI-Komponenten halten längst Einzug in viele Prozesse und Anwendungen, und das nicht nur in der Industrie, sondern auch in privaten Haushalten sowie in Wissenschaft und Forschung. Der öffentliche Diskurs berührt dabei neben den technischen, wissenschaftlichen und ökonomischen Aspekten zunehmend auch soziale Fragen, z.B. im Bereich der Auswirkungen auf Arbeit und menschliches Selbstverständnis sowie ethische Grundfragen. Das BMVIT hat das ACR-Institut KMU-Forschung Austria damit beauftragt, das Potenzial von "Künstlicher Intelligenz" in Österreich zu analysieren.

Unter dem Begriff AI versteht man künstliche Systeme, die intelligentes Verhalten zeigen. Diese Systeme analysieren ihre Umwelt und handeln mit einem gewissen Grad an Autonomie, um bestimmte Ziele zu erreichen. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um reine Softwaresysteme handelt, die in virtuellen Umgebungen Aktionen setzen, oder um Hardware, wie zum Beispiel Roboter. Ziel dieser Studie war es, Zahlen, Daten, Fakten zu AI in Österreich auf der Basis existierender Informationen strukturiert zu erheben und zu analysieren.

Die Daten zeigen, dass Österreich über eine solide AI-Forschung und eine innovative Industrie verfügt, die bereits im Bereich AI aktiv ist, wie z.B. dem KFZ- und Maschinenbau. Viele Forschungseinrichtungen beschäftigen sich mit AI. Diese sind über fast ganz Österreich verteilt. Einzelne Sektoren der österreichischen Wirtschaft sind jedoch bisher kaum aktiv geworden (z.B. der Dienstleistungssektor) und es gibt nur wenige dezidierte AI-Anbieter. Die meisten Forschungsgruppen in Österreich sind sehr klein. Allerdings gibt es eine aktive AI-Szene innovativer Unternehmen und einen hohen Grad an Selbstorganisation (Plattformen, Events). Es gibt auch ein hohes Bewusstsein für neue Geschäftsmodelle, zum Beispiel für adaptive Preisbildung oder für AI-as-a-Service.

Thematisch zeigt sich eine breite Palette von AI-Anwendungen. Sie reichen vom Einsatz von Werkzeugen im Bereich natürlicher Sprache (sowohl in der Generierung als auch in der Analyse) über Assistenzsysteme zu Systemen für die Entscheidungsvorbereitung, Wissensmanagement und Prognose. Daneben spielen auch Robotersysteme, sowie die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen eine große Rolle. In der Industrie bestehen neben robotischen Anwendungen, Fabrik- und Gebäudeautomatisierung und intelligenter Datenanalyse vor allem Anwendungen im Bereich des Qualitätsmanagements und der vorausschauenden Wartung.

Zu den größten Herausforderungen gehört - wie insgesamt im Bereich der Informationstechnologie - der Zugang zu kompetentem Personal. Der Mangel an AI-Wissen betrifft dabei alle Ausbildungsniveaus. Sogar Informatiker_innen mit Hochschulabschluss verfügen nicht notwendigerweise über ausreichende AI-Kenntnisse. Diese mangelnden Kenntnisse sind ein wichtiges potenzielles Hemmnis für eine umfassende AI-Nutzung in Österreich.

Informationen zum Projekt

Projektname: Artificial Intelligence Potenzial Österreich: Zahlen, Daten, Fakten

Autoren und beteiligte Institute: eutema GmbH (Lead): Dr.tech. Dr. phil. Erich Prem; KMU Forschung Austria: Sascha Ruhland, M.A. im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)

Projektverantwortlich KMU Forschung Austria: Sascha Ruhland, M.A. , s.ruhland@kmuforschung.ac.at

Projektdauer: Oktober 2018 - Mai 2019

Gesamtbericht: https://www.kmuforschung.ac.at/wp-content/uploads/2019/03/ai_potenzial_oesterreich.pdf

Quelle: ACR

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