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CEU-Rektor erhält israelischen Dan-David-Preis

07.02.2019

Der Rektor der Zentraleuropäischen Universität (CEU), Michael Ignatieff, erhält den hoch dotierten israelischen Dan-David-Preis. Die CEU war im Dezember auf Druck der rechtsnationalen ungarischen Regierung nach 26 Jahren Tätigkeit in Budapest nach Wien umgezogen. Ignatieff werde auf dem Feld "Verteidigung der Demokratie" ausgezeichnet, teilte eine Sprecherin der Preisverleiher mit.

Die CEU war vom US-Philanthropen George Soros gegründet worden und der ungarischen Regierung wegen ihres dort herrschenden liberalen Geists ein Dorn im Auge. Zudem nutzte Ministerpräsident Viktor Orban den CEU-Gründer Soros jahrelang als Feindbild.

Ignatieff "hat sich als Reporter weltweit für die Demokratie eingesetzt, ein Meister der Menschenrechte, der als einer der ersten vor dem Aufstieg des ethnischen Nationalismus gewarnt hat", teilten die Preisverleiher mit.

Das Preisgeld in Höhe von einer Million Dollar (rund 900.000 Euro) gehe an Ignatieff und die ebenfalls ausgezeichnete Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG), sagte die Sprecherin. Reporter ohne Grenzen habe sich zu "der großen internationalen Organisation" entwickelt, die Journalisten in Regionen unterstützt, in denen es zu Angriffen auf die freie Presse komme. Der Preis werde im Mai in Tel Aviv verliehen.

Der nach dem israelischen Geschäftsmann Dan David benannte Preis wird jedes Jahr an Menschen vergeben, die sich im technologischen, wissenschaftlichen, sozialen oder kulturellen Bereich besonders hervorgetan haben. Unter den vergangenen Preisträgern sind die Regisseure Ethan und Joel Coen (2011), Aidsforscher Robert Gallo (2009), Schriftstellerin Margaret Atwood (2010) sowie Cellist Yo-Yo Ma (2006).

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