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Dringender Rektorenappell an Ungarns Regierung

16.07.2019

Die drei Rektorenkonferenzen HRK (Deutschland), CRASP (Polen) und uniko (Österreich) drücken ihre Besorgnis über das neue Gesetz aus, mit dem die Ungarische Akademie der Wissenschaften (MTA) umstrukturiert werden soll. Die Maßnahmen ermöglichen direkte staatliche Kontrolle, streichen das operative Budget und bedrohen dadurch die institutionelle Autonomie und akademische Freiheit der Akademie. Das Gesetz soll mit September in Kraft treten.

Dieses Vorgehen verletzt international akzeptierte und allgemeingültige Prinzipien der akademischen Freiheit und der Selbstverwaltung wissenschaftlicher Einrichtungen. Es unterminiert die ungarische Grundlagenforschung und gefährdet Ungarns traditionell starke internationale Forschungspartnerschaften. Die Intervention der Regierung bedeutet einen klaren Bruch mit den Prinzipien eines demokratischen Europa, zu denen wesentlich auch die Freiheit der Wissenschaft gehört.

HRK, CRASP und uniko drängen die ungarische Regierung, dieses Gesetz zurückzuziehen, bevor es in Kraft tritt, damit die Autonomie der ungarischen wissenschaftlichen Organisationen und Institutionen in angemessener Weise erhalten werden kann. "Wir bedauern auch das Ausbleiben eines gründlichen Konsultationsprozesses mit allen relevanten Stakeholdern während der Ausgestaltung des Gesetzes. Wir unterstützen die ungarische Wissenschaftsgemeinde in ihrer Forderung nach einem soliden Dialog mit den Regierungs- und Gesetzgebungsparteien", heißt es in dem gemeinsamen Statement.

Rückfragehinweis:
   Manfred Kadi
   Pressereferent 
   Österreichische Universitätenkonferenz
   Floragasse 7/7
   1040 Wien
   Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24
   Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22
   Email: manfred.kadi@uniko.ac.at
   Homepage: www.uniko.ac.at

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