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Fachkräftemangel - Österreich rutscht im ING-Innovationsindex ab

19.10.2020

Österreich ist im Eurozonen-Vergleich bei seiner Innovationskraft zurückgefallen. Ein von der niederländischen Bank ING veröffentlichter Innovationsindex sieht Österreich auf Platz 10 und damit zwar im Mittelfeld, jedoch deutlich schlechter als im Vorjahr, wo es den 7. Platz belegte. 2018 landete es sogar auf Platz 5. Besonders der Mangel an hochgebildeten Österreichern und Fachkräften habe sich bei der Bewertung negativ auf die Gesamtplatzierung ausgewirkt, so die Bank.

Irland liegt wie schon im Vorjahr auf Platz 1. Deutschland verbesserte sich von Platz 11 auf Rang 8. Schlusslichter im diesjährigen Ranking sind Italien (17), Litauen (18) und Portugal (19), geht aus der Veröffentlichung vom Montag hervor.

Wien auf Platz 1 im Bundesländervergleich

Im heimischen Bundesländervergleich hält Wien unverändert Platz 1 und das Burgenland den letzten Platz. Tirol hat die Steiermark vom zweiten Platz verdrängt, diese folgt auf Platz drei. Oberösterreich und Niederösterreich nehmen die Plätze vier und fünf ein. Dahinter folgen Kärnten (6), Salzburg (7) und Vorarlberg (8).

Maßgeblich für den deutlichen Vorsprung der Bundeshauptstadt seien die "durchaus beachtliche Start-up-Szene" sowie der große Beschäftigungsanteil im Hochtechnologiesektor, heißt es seitens der ING. Zudem leiste die hohe Anzahl an jungen und gebildeten Einwohnern Wiens einen erheblichen Beitrag zur Titelverteidigung.

Im Burgenland waren eine Vielzahl von Gründen ausschlaggebend für den letzten Rang. Weniger Haushalte verfügten über Zugang zum Internet, die Patentanmeldungen seien rückläufig gewesen und auch in den Bereichen Flexibilität und Betriebsdynamik seien weniger Punkte erzielt worden. Zudem sei die Start-up-Szene minimal ausgeprägt, die Investitionen in Forschung und Entwicklung gering und der Anteil an junger Bevölkerung unterdurchschnittlich.

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