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2019 wurden F&E-Ausgaben in Höhe von 758 Mio. Euro geltend gemacht © APA
2019 wurden F&E-Ausgaben in Höhe von 758 Mio. Euro geltend gemacht © APA

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Forschungsprämie: Steuerausfall steigt auf 800 Mio. Euro

15.10.2020

Die Forschungsprämie erfreut sich bei den heimischen Unternehmen großer Beliebtheit: Nach der Anhebung des Prämiensatzes 2018 auf 14 Prozent wurden 2019 bereits 758 Mio. Euro von Firmen geltend gemacht. Für das Jahr 2020 geht das Finanzministerium von einem Zielwert von 800 Mio. Euro aus, für 2021 wird mit 825 Mio. Euro gerechnet, geht aus der F&E-Beilage zum im Nationalrat vorgelegten Budget 2021 hervor.

Die Forschungsprämie wurde 2002 als Instrument der öffentlichen Hand eingeführt, um mittels steuerlicher Begünstigungen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Firmen zu fördern. Die Prämie wird für Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) auf Antrag nach Begutachtung durch die Forschungsförderungsgesellschaft FFG dem Abgabenkonto des jeweiligen Unternehmens gutgeschrieben. Dazu zählt sowohl eigenbetriebliche Forschung als auch Auftragsforschung.

In den knapp zwei Jahrzehnten ihrer Einführung wurde die Forschungsprämie stufenweise von zunächst 3 Prozent auf zuletzt 14 Prozent angehoben. Entsprechend weist der Steuerausfall für den Staat eine "sehr starke Dynamik" auf, wie es in der F&E-Beilage heißt. Dieser stieg von 158 Mio. Euro im Jahr 2006 auf 502 Mio. Euro 2015. Im Jahr 2018 wurden im Rahmen der Forschungsprämie F&E-Ausgaben in Höhe von 713 Mio. Euro geltend gemacht, 2019 waren es 758 Mio. Euro - ein Wert, der bis 2021 auf 825 Mio. Euro steigen soll.

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