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Großbritannien verpflichtet sich zur Klimaneutralität bis 2050

27.06.2019

Großbritannien hat sich als erste große Volkswirtschaft der Welt dem Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 verpflichtet. Ein entsprechendes Gesetz trat am 27. Juni in Kraft.

Das Königreich habe "die industrielle Revolution eingeleitet, die für das weltweite Wirtschaftswachstum, aber auch für den Anstieg der Emissionen verantwortlich war", sagte der britische Energieminister Chris Skidmore. Mit dem neuen Gesetz führe es "die Welt erneut an".

Das Ziel der Klimaneutralität soll durch das Reduzieren der Treibhausgas-Emissionen und durch Ausgleichsmaßnahmen erreicht werden. So sollen etwa Bäume gepflanzt werden und Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid zum Einsatz kommen.

Regierung muss rasch Maßnahmen ergreifen

Finanzminister Philip Hammond hatte Berichten zufolge vor hohen Kosten gewarnt. Das wichtigste Beratungsgremium der Regierung in Klimafragen erklärte, das 2050-Ziel könne erreicht werden. Dafür müssten zwischen einem und zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgewandt werden.

Um die Frist einhalten zu können, müsse die Regierung rasch neue Maßnahmen ergreifen, erklärte das Gremium. So müssten etwa bis 2035 alle neuen Autos und Lieferwagen elektrisch werden und die klimafreundliche Stromerzeugung vervierfacht werden. Sollten andere Staaten dem Vorbild Großbritanniens folgen, besteht dem Gremium zufolge eine mehr als 50-prozentige Chance, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

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