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Komplizen, Verstärker, Gegner: Konferenz beleuchtet Zusammenspiel von Medien und Populismus in Geschichte und Gegenwart

06.09.2019

An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wirft vom 11. bis 13. September eine internationale Konferenz einen Blick die Geschichte der Medien und ihre historische als auch gegenwärtige Rolle beim Verbreiten oder Bekämpfen populistischer Haltungen. Den Eröffnungsvortrag hält Sprachsoziologin Ruth Wodak.

Helfer oder Gegenspieler des Populismus: Medien können als Komplizen radikaler politischer Positionen auftreten und sie verstärken. Sie können aber auch als Gegenkraft von extremen Ideologien wirken und als vielbeschworene "vierte Gewalt" der Watchdog demokratiegefährdender Tendenzen sein. Das ist nicht erst seit Trump so. Fake News, Echokammern oder Hate Speech lassen sich auch schon lang vor Internet, Facebook, Twitter und Co. beobachten. Das zeigt ein Blick in die Geschichte medialer Kommunikation.

Und genau einen solchen Blick in die Vergangenheit aber auch in die Gegenwart der Medienwelt wirft vom 11. bis 13. September eine Konferenz an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die vom Institut für Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der ÖAW in Kooperation mit dem Mediennetzwerk Eurozine und der Alten Schmiede in Wien veranstaltet wird.

Ruth Wodak spricht über Fake News und Alternative Facts

Die Frage, wie sich der Zusammenbruch der Ersten Republik in den damaligen Zeitungen widerspiegelte oder wie "embedded journalism" im Ersten Weltkrieg aussah, wird dabei genauso von internationalen Expert/innen diskutiert, wie die Rolle von "Türkenbefreiungsfeiern" als faschistische Propaganda im Wien des Jahres 1933, der Einfluss des Fernsehens am Ende der Diktatur in Portugal oder der Einsatz von Internet-Memes bei Widerstandsbewegungen in der Ukraine und Venezuela.

Den Auftakt der Konferenz mit dem Titel "Jeopardizing Democracy throughout History: Media as Accomplice, Adversary or Amplifier of Populist and Radical Politics" bildet ein Vortrag der Sprachsoziologin und Wittgensteinpreisträgerin Ruth Wodak, die an den Universitäten Lancaster und Wien forscht. Sie spricht am 11. September um 19 Uhr in der Alten Schmiede in Wien über "Revisiting Orwell's 1984. News, 'Fake News', and 'Alternative Facts'".

Programm:

Eröffnungsveranstaltung

Ruth Wodak (Universität Lancaster): Revisiting Orwell's 1984: News, "Fake News", and "Alternative Facts"

Reka Kinga Papp (Eurozine): Post-Truth Panic. The News That Never Was

Kommentar: Anton Pelinka (Universität Innsbruck und CEU)

Ort: Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Zeit: Mittwoch, 11. September um 19 Uhr

Die Eröffnungsveranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich. Für die Konferenz wird um vorherige Anmeldung gebeten an: christina.krakovsky@oeaw.ac.at

Das ausführliche Programm ist auf der Website des Instituts für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der ÖAW zu finden.

RÜCKFRAGEHINWEIS
 
Sven Hartwig
Leiter Öffentlichkeit & Kommunikation
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1331
sven.hartwig@oeaw.ac.at
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