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Technologielandesrat Jochen Danninger (r.) und ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki (l.) gratulierten den Preisträgern im Rahmen der virtuellen Preisverleihung © NLK Burchhart
Technologielandesrat Jochen Danninger (r.) und ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki (l.) gratulierten den Preisträgern im Rahmen der virtuellen Preisverleihung © NLK Burchhart

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Krems Cooperation Research Award an Jungforscher im Bereich Life Science vergeben

13.10.2020

Bereits zum vierten Mal waren junge Forscherinnen und Forscher im Rahmen des Krems Cooperation Research Award aufgerufen, ihre wissenschaftlichen Publikationen, Master/PhD-Arbeiten und Bachelorarbeiten einzureichen. Dieser Tage wurde der Award im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung im Beisein von Technologielandesrat Jochen Danninger und ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki verliehen. "Wir gratulieren den Award Gewinnern ganz herzlich zu ihren herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten, mit denen sie die Fachjury überzeugt haben und sich so gegen einen starken Mitbewerb dursetzen konnten", so Landesrat Jochen Danninger und Helmut Miernicki unisono.

(13.10.2020) - Die eingereichten Arbeiten zeigen das breite wissenschaftliche Forschungsfeld am Campus Krems. Insgesamt haben 20 Bewerberinnen und Bewerber der Donau-Universität Krems, der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und der IMC FH Krems ihre Arbeiten und Publikationen eingereicht. Eine dreiköpfige externe Fachjury bewertete die Einreichungen - dass dabei durchwegs hohe Punktezahlen vergeben wurden, spricht für die außerordentliche Qualität aller eingereichten Arbeiten.

"Ziel des Awards ist es, junge Forscherinnen und Forscher im Life Science Bereich zu motivieren, sich im Bereich der pharmazeutischen/medizinischen (Bio-)Technologie, der regenerativen Medizin und der klinischen Medizin wissenschaftlich zu profilieren. Der Technologie- und Innovationsstandort Niederösterreich braucht junge Menschen, die an Forschung und Wissenschaft interessiert sind, um auch in Zukunft im Ranking der europäischen High-Tech Regionen ganz oben mitmischen zu können", erläutert Technologie- und Innovationslandesrat Jochen Danninger.

Die Preisträger sind:

Kategorie Bachelor Arbeit:

Florian Richter, BSc.: Florian Richter ist derzeit Master Student an der IMC, Studiengang Medical and Pharmaceutical Biotechnology

Die Arbeit wurde im Zuge eines Auslandssemesters an der Universität in Sidney (Australien) durchgeführt und beschäftigt sich mit der Entwicklung eines in vitro Modells im 3D Bio-Druck von Herz-Stammzellen zum verbesserten Verständnis der Angiogenese (Entstehung neuer Blutgefäße). Damit wird ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung maßgeschneiderten Therapien (Stichwort "personalisierte Medizin") von Menschen mit bestimmten Herzerkrankungen gesetzt.

Kategorie Master/PhD Arbeit:

Dr. Nico Jacobi, seit Jänner 2020 beim Biopharmaunternehmen Alvotech in Island tätig (Absolvent der IMC FH Krems, weiters MedUni Wien und Uni Wien, zum Zeitpunkt der Einreichung bei Krems Bioanalytics beschäftigt).

In seiner Doktorarbeit werden dreidimensionale (3D) Wirkstoffmodelle mit herkömmlichen zweidimensionalen (2D) Modellen verglichen, mit dem Ziel, prädiktive Wirkstoffmodelle zur Verbesserung von Krebstherapien zu entwickeln. Auch hier stellt "personalisierte Medizin" ein erfolgversprechendes Konzept im Kampf gegen Krebs dar.

Kategorie Publikationen:

Hier teilen sich zwei hochkarätige Arbeiten den Preis:

Dr. Rene Weiss (Donau Universität Krems, Christian Doppler Labor für Sepsis): Dr. Rene Weiss ist "der" Fachmann mit jahrelanger Expertise am Durchflußcytometer der Core-Facility am Campus Krems, die im Jahr 2018 eröffnet wurde.

Die Arbeit wurde in einem hochkarätigen wissenschaftlichen Journal publiziert und beschäftigt sich mit der komplexen Vollblut-Analyse in Bezug auf Wechselwirkung von sogenannten "Extrazellulären Vesikeln" (einen hochaktuellen Thema, hier im Bereich Blutanalyse) mit Leukozyten im menschlichen Blut. Mechanismen im menschlichen Blut wie Infektionen, Entzündungen oder Thrombose können dadurch besser verstanden werden und neue Therapieansätze daraus entwickelt werden.

Dr. Chi Huu Nguyen (Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Kooperationmit der MedUni Wien)

Die Arbeit zum Thema Onkologie/Hämatologie wurde in einem hochkarätigen wissenschaftlichen Journal publiziert und beschäftigt sich der Erforschung von Therapieansätzen auf genetischer Ebene einer bestimmten Leukämie-Form, der akuten myeloischen Leukämie, die derzeit die schlechteste Prognose hat. Es konnten Gensignaturen und die onkogene Rolle eines Gens identifiziert werden, die vielversprechende Ziele für künftige Therapiemöglichkeiten darstellen.

"Wir sind sehr stolz auf die hervorragende wissenschaftliche Leistung, die die Preisträger in ihren Arbeiten zeigen. Es freut mich, dass die Hochschulen am Technopol Krems in dieser Dichte und Regelmäßigkeit hochqualifizierte Forscher und Entwickler hervorbringen", so Dr. Wolfram Strobl (Fresenius Medical Care Adsorber Tec GmbH, Krems), Mitglied des Award-Komitees.

Durch diese enge Zusammenarbeit mit Ausbildungseinrichtungen vor Ort erhalten junge Menschen an den ecoplus Technopol-Standorten eine exzellente Ausbildung und das gerade in Zeiten, wo Fachkräfte für die heimische Wirtschaft enorm wichtig sind. ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki: "Wir von ecoplus haben uns daher heuer erstmals entschlossen, diesen sehr gut dotierten Wissenschaftspreis mit insgesamt 5.000 € an Preisgeld zu sponsern. Auf Grund der guten Resonanz, der hohen Qualität der eingereichten Arbeiten und um auch weiterhin junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ähnlich hohen Leistungen zu motivieren, haben wir beschlossen, den Krems Cooperation Research Award auch im nächsten Jahr wieder auszuschreiben."

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Markus Steinmaßl
Pressesprecher
ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH
3100 St. Pölten, Österreich
Niederösterreich-Ring 2, Haus A
Tel. +43 2742 9000-19619, Fax -19684
Mobil: +43 664 60119619
m.steinmassl@ecoplus.at
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