Politik & Wirtschaft

APA

Mitarbeiter der Bergbauern-Anstalt wollen in Wien bleiben

25.10.2017

Die Mitarbeiter der Bundesanstalt für Bergbauernfragen wollen nicht von Wien nach Tirol übersiedeln. Entsprechenden Überlegungen von Umwelt- und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) erteilt man eine Absage, so Gerhard Hovorka von der Personalvertretung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

"Die Bundesanstalt für Bergbauernfragen ist eine sozioökonomische Forschungseinrichtung mit 14 Mitarbeitern. Der Platz der Bundesanstalt für Bergbauernfragen ist dort, wo die Wissenschaft, die zuständigen Universitäten, das Parlament und das zuständige Ministerium ihren Standort haben und das ist in Wien", erklärte Hovorka. Auch die internationale wissenschaftliche Vernetzung würde durch eine Übersiedlung nach Tirol erschwert. Die Arbeit der Behörde gehe weit über die Berglandwirtschaft hinaus. Die Beratung der Bergbauern sei wichtig, aber das würden nicht die Bundesanstalt, sondern die Landwirtschaftskammern bzw. die Agrarlandesämter machen.

Ein Umzug nach Tirol sei für die Mitarbeiter auch aus sozialen und finanziellen Überlegungen nicht zumutbar, betonte Hovorka. Die Belegschaft habe ihren Lebensmittelpunkt in Wien und in der Nähe von Wien, umfangreichere Pensionierungen stünden zudem die nächsten zehn bis 15 Jahre nicht an. Die Dezentralisierung von Verwaltungseinrichtungen bringe auch keine Einsparungen, sondern koste im Gegenteil viel Geld. "Und wenn schon Dezentralisierung, warum dann nur eine kleine Forschungseinrichtung mit 14 Mitarbeitern und nicht konsequenterweise gleich das ganze Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in eine ländliche Region übersiedeln", so Hovorka.

Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung