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(v.l.n.r.): Peter-Andre Alt, Eva Blimlinger, Jan Hancil und Andrzej Krasniewski © APA (OTS/UNIKO/Godany)
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Sorge um Bedrohung der wissenschaftlichen Freiheit und Demokratie

13.12.2018

Die Tendenzen zur Beschränkung von Autonomie und Freiheit der Wissenschaften und die Bedrohung der demokratischen Verfasstheit der Gesellschaft - innerhalb und außerhalb des Europäischen Hochschulraumes - haben die Vertreterinnen und Vertreter von zehn Rektorenkonferenzen in Europa im Rahmen eines Workshops in Wien zu einer Bestandsaufnahme veranlasst. Auf Einladung der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) wurden die Ergebnisse des Gedankenaustausches über die Rolle der Universitäten in der heutigen Gesellschaft, die zunehmend von Pseudo-Wissenschaften und der Verbreitung von Fake News im politischen Diskurs geprägt wird, am 13.12.2018 im Rahmen der "Wiener Erklärung" der Öffentlichkeit präsentiert. Der Pressekonferenz war eine offizielle Unterzeichnung des Dokuments vorausgegangen.

Die Rektorenkonferenzen von Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Serbien und Tschechien bringen in der Erklärung ihre "feste Überzeugung zum Ausdruck, dass die Grundwerte des Hochschulwesens die Errungenschaften der Aufklärung widerspiegeln". Gleichzeitig werden die Regierungen bestärkt, die Hochschulen in der Erfüllung dieser ihrer fundamentalen Rolle und zentralen Werte durch die Zurverfügungstellung adäquater Ressourcen und gesetzlicher Rahmenbedingungen zu unterstützen. "Wir appellieren auch an die Regierungen, jegliche Form von Eingriffen in Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Erschließung der Künste, und vor allem Lehre sowie institutioneller Autonomie zu verhindern", heißt es in dem Papier.

Gleichzeitig wird die Sorge gegenüber jenen Bewegungen zum Ausdruck gebracht, die - innerhalb und außerhalb Europas - im Aufstieg begriffen sind und die den demokratischen Charakter unserer Institutionen und Gesellschaft bedrohen. "Postfaktische Erklärungen gewinnen sowohl in der öffentlichen Meinungsbildung als auch in politischen Debatten an Gewicht und haben mit Hilfe der sozialen Medien neue Ausmaße erreicht", warnen die Spitzen der Rektorenkonferenzen. Die Präsidentin der uniko, Eva Blimlinger, erklärte dazu bei einer Pressekonferenz: "Vor dem Hintergrund wachsender Ungleichheiten, Nationalismus, Populismus, Rassismus, Antisemitismus, Intoleranz, Polarisierung und Radikalisierung, die ebenso wie Pseudo-Wissenschaft und Pseudo-Fakten die demokratische und wissenschaftliche Kultur bedrohen, sind unsere Sorgen mehr als berechtigt." Geplant sind künftig ein weiterer enger Austausch und gemeinsame Aktionen, um den öffentlichen Diskurs zu stärken.

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Rückfragehinweis:
   Manfred Kadi
   Pressereferent 
   Österreichische Universitätenkonferenz
   Floragasse 7/7, 1040 Wien
   Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24
   Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22
   Email: manfred.kadi@uniko.ac.at
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