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Team um Miriam Unterlass arbeitet an Herstellung organischer Materialien © Thomas Loacker
Team um Miriam Unterlass arbeitet an Herstellung organischer Materialien © Thomas Loacker

APA

Staatspreis Patent für ungiftige Herstellung organischer Kunststoffe

10.11.2020

Für ein Verfahren zur ungiftigen Herstellung organischer Kunststoffe ist ein Team um Miriam Unterlass von der Forschungsgruppe für organische Hochleistungsmaterialien an der Technischen Universität (TU) Wien in der Kategorie "Bestes Patent" mit dem Staatspreis Patent ausgezeichnet worden. Insgesamt hatten sich 283 Erfinder und Kreative für die von einer Jury in drei Kategorien vergebene Auszeichnung beworben, teilte das Patentamt mit.

Die Wissenschafter um Unterlass arbeiten an der Herstellung organischer Materialien, die nur häufige Elemente wie Kohlenstoff, Wasserstoff oder Sauerstoff enthalten. Damit hofft man, das Problem begrenzter Ressourcen zu lösen. Allerdings werden zur Produktion solcher organischer Kunststoffe oft giftige Stoffe verwendet. Den Wiener Chemikern ist es gelungen, zwei derartige Polymerklassen nur mit heißem Wasser und bei hohem Druck herzustellen.

In der Kategorie "Beste Marke" wurde der oberösterreichische Designer Wolfgang Langeder ausgezeichnet. Er hat Rucksäcke und Taschen entwickelt, die bei Diebstahlsversuchen via App am Smartphone den Besitzer alarmieren.

In Kooperation mit dem UN-Kinderhilfswerks UNICEF wurde die neue Kategorie "Humanity" geschaffen, in der Erfindungen mit besonderer humanitärer Bedeutung ausgezeichnet werden sollen, die helfen, das Leben der Menschen zu verbessern. Der Preis ging hier an den Kärntner Tibor Zajki-Zechmeister für seinen "Tremipen". Mit dem Kugelschreiber-förmigen Gerät können Menschen, die an Parkinson leiden, das Zittern ihrer Hände messen. Dies soll bei der Diagnose und bei der Überwachung der Krankheit unterstützen.

Service: https://www.patentamt.at/staatspreis-patent-2020/

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