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(v.l.) Artemis Vakianis, Gerlinde Mautner, Julia Lajta-Novak, Klement Tockner, Aleksandar Matkovic, Elisa Davoli, Robert Ganian, Birgitta Schultze-Bernhardt, Adrian Constantin, Alice Auersperg, Heinz Faßmann, Gemma De las Cuevas © APA/OTS (FWF/Luiza Puiu)
(v.l.) Artemis Vakianis, Gerlinde Mautner, Julia Lajta-Novak, Klement Tockner, Aleksandar Matkovic, Elisa Davoli, Robert Ganian, Birgitta Schultze-Bernhardt, Adrian Constantin, Alice Auersperg, Heinz Faßmann, Gemma De las Cuevas © APA/OTS (FWF/Luiza Puiu)

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Start-Preise 2020 gehen an fünf Frauen und zwei Männer

17.06.2020

Neben dem Wittgenstein-Preis gehen sieben jeweils mit bis zu 1,2 Mio. Euro dotierte Start-Preise an Nachwuchsforscher. Zwei davon gehen an die Technische Universität (TU) Wien, je einer an die Uni Wien, die TU Graz, die Uni Innsbruck, die Montanuni Leoben sowie die Veterinärmedizinische Universität Wien.

Auffällig: Sowohl der diesjährige Wittgenstein-Preisträger Adrian Constantin als auch sechs der sieben START-Preisträger stammen ursprünglich nicht aus Österreich bzw. wechselten aus dem Ausland hierher.

Im Folgenden die Gewinner:

Die Zoologin Alice Auersperg vom Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität erforscht in ihrem Projekt den innovativen Werkzeuggebrauch bei einem Papagei, im konkreten Fall beim Goffini Kakadu. Sie will dabei unter anderem Rückschlüsse auf die technische Evolution beim Menschen gewinnen - also wie auch dieser angefangen hat, Objekte zu gebrauchen.

Mit "Smart Materialien" beschäftigt sich die Mathematikerin Elisa Davoli vom Institut für Analysis und Scientific Computing an der TU Wien. Diese besondere Klasse von Metamaterialien kann ihre Reaktion entsprechend den Merkmalen der äußeren Umgebung anpassen und gilt als Zukunftsoption für die optische Datenverarbeitung, Quanteninformation und Technologien der nächsten Generation.

Die Physikerin Gemma De las Cuevas vom Institut für Theoretische Physik der Uni Innsbruck beschäftigt sich mit "Universellen Spinmodellen, Turingmaschinen und neuronalen Netzen". Mit ihrer Forschung will sie etwa Ideen und Beweise dieser bisher unverbundenen Disziplinen zusammenführen, damit sie wechselseitig profitieren.

Der Informatiker Robert Ganian vom Institut für Logic and Computation der TU Wien erforscht mit seinem Projekt "Parametrisierte Analyse in der Künstlichen Intelligenz" ein Paradigma, das für die feinkörnige Analyse von Rechenproblemen verwendet wird. Obwohl dieses in anderen Bereichen der Informatik bereits erfolgreich eingesetzt wird, will er die derzeitigen Mängel in der Grundlagenforschung in der künstlichen Intelligenz (KI) und dem maschinellen Lernen (ML) beheben.

Die internationale Etablierung der Performance-Forschung für Lyrik als interdisziplinären Forschungszweig hat sich die Literatur- und Kulturwissenschafterin Julia Lajta-Novak vom Institut für Anglistik und Amerikanistik der Uni Wien zum Ziel gesetzt. In ihrem Projekt "Poesie des Sprechens: Britische Lyrik-Performance, 1965-2015" untersucht sie die Bedeutung des Lyrikvortrags für die jüngere britische Literaturgeschichte.

In seinem Projekt "Der unüberwindliche EISEN-TALK: 2D magnetische Schichten" erforscht der Physiker und Materialwissenschafter Aleksandar Matkovic vom Institut für Physik der Montanuni Leoben eisenreiche Talkkristalle und Schicht-Hydroxiden, also seltene Mineralien, die bisher auf der Suche nach magnetischen Einzellagen übersehen wurden. So sollen synthetische magnetische Schichtsilikat-Einzellagen gezüchtet werden.

Die Physikerin Birgitta Schultze-Bernhardt vom Institut für Experimentalphysik der TU Graz wiederum beschäftigt sich mit ihrem Projekt "Elektronische Fingerprint Spektroskopie" mit photochemischen Prozessen, bei denen Atome und Moleküle unter Einwirkung von Licht neue Verbindungen eingehen. Dabei sollen bessere spektroskopische Informationen im Bereich der UV-Strahlung gewonnen werden.

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