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Teilnehmer*innen entwickelten ihre Lösungen © OTS (AIT / Johannes Zinner)
Teilnehmer*innen entwickelten ihre Lösungen © OTS (AIT / Johannes Zinner)

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United Nations Counter-Terrorism Centre führte Cybersecurity Innovation Challenge am AIT durch

10.12.2019

Am vergangenen Freitag fand das Finale der zweitägigen Cybersecurity Innovation Challenge unter dem Motto "Countering Digital Terrorism" in Wien statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom United Nations Counter-Terrorism Centre (UNCCT) des United Nations Office of Counter-Terrorism (UNOCT), dem United Nations Office of Information Communication and Technology (OICT) und dem AIT Austrian Institute of Technology.

"Ich zähle auf Sie, dass Sie Ideen einbringen, die zu Lösungen für eine der größten Herausforderungen des modernen digitalen Zeitalters, die Cybersicherheitsbedrohung, umgesetzt werden können", so UN Assistant Secretary-General und Chief Information and Technology Officer Ms. Atefeh Riazi in einer Videobotschaft an die 35 jungen Teilnehmer*innen aus 16 Ländern, die in 13 Team-Gruppen an der Cybersecurity Innovation Challenge teilgenommen haben.

Ziel der Innovation Challenge war es, das Bewusstsein der jungen Menschen für digitale terroristische Bedrohungen zu schärfen und sie für die Suche nach innovativen Lösungen gegen diese Bedrohungen zu motivieren. Die Finalistenteams wurden aus insgesamt 60 Teams ausgewählt, die im Zuge einer Ausschreibung Ideen eingereicht hatten.

"Digitaler Terrorismus ist die traurige Realität, der wir uns heute gegenübersehen, und dieser Realität müssen wir uns stellen. Wir müssen daher koordiniert zusammenarbeiten und immer einen Schritt voraus sein, damit wir vorzeitig erkennen, wie Terroristen die Zukunftstechnologien für ihre Zwecke nutzen könnten. Wir von den Vereinten Nationen sind überzeugt, dass die Einbeziehung der Jugend in die Bewältigung globaler Herausforderungen der Schlüssel für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen ist. Diese Übung wird entscheidend zur weiteren Ausgestaltung der künftigen Aktivitäten des UNCCT Global Counter-Terrorism Programme on Cybersecurity and New Technologies beitragen", erklärte Ulrik Ahnfeldt-Mollerup im Namen von UNCCT.

Host der Cybersecurity Innovation Challenge war das AIT, das mit dem Center for Digital Safety & Security einen starken Forschungsschwerpunkt im Bereich der digitalen Sicherheit besitzt. DI Anton Plimon, Managing Director des AIT, begrüßte die Teilnehmer*innen am Beginn der Veranstaltung: "Nur mit entsprechenden regulativen Rahmenbedingungen und einer forcierten Innovationskultur sowie einer breiten Kooperation mit allen gesellschaftlichen Wissensträgern lassen sich die notwendigen Tools für das Management digitaler Technologien im Gleichschritt mit disruptiven Veränderungen entwickeln und ein weltweit funktionierender digitaler "Data Space" aufsetzen. In diesem Sinne freut es mich, mit den Vereinten Nationen im Cyber Security Bereich zusammenzuarbeiten. Diese Kooperation ist zudem leuchtendes Vorbild für künftige Private-Public-Partnerships, weil die Komplexität und Vielfalt heutiger digitaler Systeme und damit zusammenhängende Bedrohungen nur im engen Schulterschluss zwischen öffentlicher Hand und der Wissenschaft bewältigt werden können."

Der erste Keynote Speaker, Dr. Ralph Hammer, Operativer Leiter von Sicherheits- und Verteidigungsforschung in der Stabsstelle Technologietransfer und Sicherheitsforschung im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) betonte, dass Terroristen und andere kriminelle Akteure unbedingt daran gehindert werden müssen, ihre Aktivitäten in den digitalen Raum zu verlagern und das Netz gegen die Gesellschaft einzusetzen. Er unterstrich, dass die Teilnehmer*innen der Challenge dabei eine zentrale Rolle spielen, indem sie ihre Ideen für fortschrittliche Technologien und führendes Know-How einbringen und damit zu einer lebenswerteren Zukunft im Zeitalter der Digitalisierung beitragen.

Die zweite Keynote gab Dr. Helmut Schnitzer, Leiter der Abteilung Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres im Bundeskanzleramt. Er betonte die enorme Bedeutung von leistungsfähigen digitalen Infrastrukturen als Voraussetzung für die Erbringung zentraler Versorgungsleistungen wie Energie, Wasser und Mobilität. Für Österreich hat daher die Aufrechterhaltung der Sicherheit im Cyberspace auf nationaler und internationaler Ebene oberste Priorität. Er unterstrich, dass Forschung in einem gesellschaftlichen Diskurs eingebettet sein muss, um die Herausforderungen im Bereich Cybersecurity in einem globalen Dialog zu adressieren und so die Welt gemeinsam zu einem friedlicheren Ort zu machen.

Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung entwickelten die Teilnehmer*innen ihre Ideen zu umfassenden und nachhaltigen praktischen Lösungen weiter. Unterstützt wurden sie dabei von Mentor*innen – einer Gruppe von Expert*innen aus Forschung, Industrie sowie Einrichtungen der Vereinten Nationen – die den Teilnehmer*innen mit ihren Erfahrungen zur Seite standen. Die 4 besten Lösungen wurden von einer Jury bestehend aus hochrangigen Expert*innen der organisierenden Unternehmen besonders hervorgehoben.

Die Veranstaltung bestätigte, dass gesamtgesellschaftliche Ansätze unter Einbeziehung der Jugend ein wirksames Mittel sind, um Terrorismus und gewalttätigen Extremismus zu bekämpfen.

Hintergrundinformation

Das UNCCT wurde mit finanzieller Unterstützung von Saudi-Arabien in Höhe von 10 Millionen US Dollar im Jahr 2011 gegründet. Ziel war die Förderung der UNO-Aktivitäten im Bereich der Terrorismusbekämpfung, etwa durch Unterstützung der Mitgliedsstaaten beim Aufbau von Kapazitäten zur Umsetzung der globalen UNO-Strategie zur Terrorismusbekämpfung. 2014 stellte Saudi-Arabien dem Zentrum weitere 100 Millionen US Dollar zur Verfügung. 2017 wurde das Zentrum in das neu errichtete UN Office of Counter-Terrorism eingegliedert und Vladimir Voronkov zum Executive Director des Zentrums ernannt.

Das UNCCT arbeitet in allen vier Säulen der globalen Strategie zur Terrorismusbekämpfung und befasst sich unter anderem mit Themen wie dem Phänomen der ausländischen terroristischen Kämpfer, Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, Verbesserung von Grenzsicherung und Grenzmanagement, Sicherung der Menschenrechte bei der Terrorismusbekämpfung oder der Unterstützung von Terroropfern.

Seit April 2012 konnte das UNCCT mehr als 80 Projekte zum Kapazitätsaufbau auf globaler, regionaler und nationaler Ebene umsetzen. Das Zentrum konzentriert seine Aktivitäten auf Länder und Regionen, in denen die terroristische Bedrohung am höchsten ist.

Zu den Mitgliedern des Advisory Boards zählen Saudi-Arabien (Vorsitz), Algerien, Argentinien, Belgien, Brasilien, China, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Marokko, Nigeria, Norwegen, die Russische Föderation, Pakistan, Spanien, die Schweiz, die Türkei, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union (Gastmitglied).

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   Mag. (FH) Michael W. Mürling
   AIT Austrian Institute of Technology
   Marketing and Communications
   Center for Digital Safety & Security 
   M +43 (0)664 2351747
   michael.muerling@ait.ac.at |  www.ait.ac.at
   
   Daniel Pepl, MAS MBA
   AIT Austrian Institute of Technology
   Corporate and Marketing Communications
   T +43 (0)50550 4040
   daniel.pepl@ait.ac.at | www.ait.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2009/aom

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