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Die Drohnenflughalle steht auch externen Institutionen zur Verfügung © APA (AAU/Daniel Waschnig)
Die Drohnenflughalle steht auch externen Institutionen zur Verfügung © APA (AAU/Daniel Waschnig)

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Universität Klagenfurt bietet Drohnenforschung eigene Flughalle

18.12.2019

Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat eine Drohnenflughalle bekommen. In dem 150 Quadratmeter großen und zehn Meter hohen Raum soll künftig unter anderem an kamerabasierter Navigation ohne GPS gearbeitet werden. Um die Lage der Drohnen möglichst genau zu erfassen, wurde die Halle mit 37 hochpräzisen Kameras ausgestattet, die mit Infrarot-LEDs jede Bewegung im Raum verfolgen.

Stephan Weiss, Professor am Institut für Intelligente Systemtechnologien, in einer Aussendung der Uni: "Die Entwicklung technologischer Innovationen braucht entsprechende Infrastruktur." Die Drohnenforschung stehe vor großen logistischen und technologischen Herausforderungen, weil Testflüge wegen des Luftverkehrs vielerorts nur schwer möglich seien. "Wir brauchen also geschützte Räume wie diese bis zu 1.300 Kubikmeter große Drohnenflughalle, die unseren Forschungsteams optimale Bedingungen zur Erprobung neuer Technologien bietet."

Die Halle - laut Universität die größte Drohnenflughalle in Europa - steht als Infrastruktur auch externen Institutionen und Firmen zur Verfügung. Die Forschungen an der Klagenfurter Uni zu Drohnen gehen in verschiedene Richtungen. Etwa wird mit der Feuerwehr am Einsatz für Übersichtsaufnahmen gearbeitet, ein anderer Schwerpunkt befasst sich mit der Koordination unter Drohnen, die Idee dahinter ist, dass sie sich ähnlich einen Vogelschwarm selbstorganisiert und ohne zentrale Vorprogrammierung fliegen lassen.

Stephan Weiss in der Drohnenflughalle

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