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WWF fordert radikale Transformation der Landnutzung gegen Klimakrise

02.08.2019

Die Klimakrise könne ohne eine radikale Transformation der Landnutzung und des Ernährungssystems nicht verhindert werden. Dies betonte der WWF im Vorfeld der am 2. August beginnenden 50. Tagung des Weltklimarates (IPCC), in deren Rahmen am 8. August der Sonderbericht über Klimawandel und Landnutzung verabschiedet wird. Die 50. Sitzung des IPCC findet vom 2. bis 6. August in Genf statt.

Die derzeitige Land- und Forstwirtschaft sowie anderweitige Landnutzungen mache rund ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen aus. Der IPCC wird am 8. August seinen Sonderbericht über den Zusammenhang zwischen Klimakrise und Landnutzung veröffentlichen.

"Der Bericht wird deutlich zeigen, dass die derzeitige Art der Landnutzung zum Klimawandel beiträgt. Deswegen brauchen wir eine dringende Veränderung in der Art und Weise, wie wir Land in Zukunft nutzen", so WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. Dazu gehören ein nachhaltiges Landmanagement, drastische Veränderungen im Konsumverhalten sowie die Erhaltung von Gebieten wie Wäldern und anderen natürlichen Ökosystemen. Das würde die Reduzierung der Treibhausgasemissionen unterstützen. Ein systemweiter Übergang zu nachhaltigem Landmanagement und naturbasierten Lösungen sei entscheidend für die Sicherung einer klimaschonenden Zukunft und trage zu weiteren gesellschaftlichen Zielen wie der weltweiten Nahrungsverschwendung und der Ernährungssicherheit bei.

Flächenbezogene Initiativen

Der IPCC-Report werde die neuesten wissenschaftlichen und politikrelevanten Informationen zur Verfügung stellen und Empfehlungen abgeben, wie die Länder ihre im Rahmen des Pariser Abkommens geforderten Klimaschutzverpflichtungen erhöhen können, schrieb der WWF. Rund ein Viertel der weltweit zugesagten Klimaschutzmaßnahmen sehen flächenbezogene Initiativen vor, wie die Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung oder die Verbesserung der landwirtschaftlichen Praktiken.

"Der Bericht sollte auch die Tatsache hervorheben, dass die Klima- und Biodiversitätskrise miteinander verbunden sind", erwartet sich Plattner. Spezifische Maßnahmen können auch einen erheblichen zusätzlichen Nutzen für Mensch und Natur bringen, einschließlich der Wiederherstellung wichtiger Ökosystemleistungen und der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. Maßnahmen in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft seien zudem keineswegs Vorwand für Untätigkeit im Energiebereich, hob die NGO hervor: Alle Sektoren müssten dazu beitragen, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

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