Politik & Wirtschaft

APA

Warmwasserboiler: Energiespeicher zum Stromspitzen-Ausgleich

31.08.2020

In Österreich sind rund 650.000 Warmwasserboiler im Einsatz, die als Energiespeicher zum Ausgleich von Strom-Produktionsspitzen dienen könnten. Sie haben ein Speicherpotenzial von etwa 1,2 Terawattstunden (TWh) - der gesamte heimische Endverbrauch lag 2019 bei 66 TWh. Ein Tiroler Wohnbau-Vorzeigeprojekt dazu wurde am Montag beim Europäischen Forum Alpbach vorgestellt.

Eine Pilotanlage in einem Wohnhaus der Alpenländischen gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft in Kooperation mit dem Energieversorger Tiwag in Völs ist seit 2019 aktiv, durch intelligente Bewirtschaftung habe man schon erste Erfolge erzielen können. Nun sei im nächsten Schritt von Tiwag und Alpenländischer gemeinsam mit A1 Energy Solutions und Austria Email der Rollout einer Vorserie mit 250 Stück für Tirol geplant, der im Herbst beginnen solle.

Smarte Warmwasserspeicher bieten einen "neuen Ansatz": Sei mehr Strom im Netz vorhanden als aktuell gebraucht werde, erfolge via Mobilfunk eine Aktivierung des Boilers durch ein integriertes IoT-Modul, worauf Wasser im Inneren erwärmt wird, wie am Montag im Beisein der für Energie zuständigen Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) erläutert wurde. Bei zu wenig Stromangebot müsse dafür weniger Strom für die Bereitung von Warmwasser aufgewendet werden. Bei erhöhtem Bedarf müsse das Wasser nur zusätzlich manuell voll aufgeheizt werden.

Durch die smartBoiler sollen die Bewohner des aus den 1970er Jahren stammenden Gebäudes mit 32 Wohneinheiten durch weniger Energieverbrauch ohne Komfortverlust von geringeren Stromkosten profitieren.

Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung