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Weltklimarat IPCC will seine Struktur verändern

24.02.2020

Der Weltklimarat (IPCC) denkt über eine Verjüngungskur nach. Die Organisation solle "fit für das 21. Jahrhundert" gemacht werden, sagte der IPCC-Vorsitzende, der koreanische Klimaökonom Hoesung Lee, in Paris. In den 32 Jahren des Bestehens des Rats habe sich nichts geändert, sagte Lee. Daher sei nun ein guter Zeitpunkt, den Aufbau der Organisation zu prüfen.

Auch die vom Weltklimarat veröffentlichten Berichte sollten aktualisiert werden, erklärte Lee. Sie müssten für politische Entscheidungsträger weltweit "relevant und nützlich" sein. Derzeit würde von politischer Seite noch nicht ausreichend auf die wissenschaftlichen Befunde reagiert, so Lee. "Wir schicken diese Botschaften um die Welt und hoffen, dass früher oder später Politiker etwas unternehmen."

Der nächste umfassende Bericht des Weltklimarats, der im Jahr 2022 erscheinen soll, werde ein Kapitel zur Nachfrage von Verbrauchern und zum Verhalten von Unternehmen beinhalten, kündigte der IPCC-Vorsitzende an. Damit werde der Fokus von den CO2-Emissionen der Produktion allein auf das Verhalten von Einzelpersonen erweitert, erklärte Lee.

Der Weltklimabericht soll den neuesten Stand des Klimawissens darlegen. Er gilt nach IPCC-Angaben als Grundlage für internationale Verhandlungen und soll vor der ersten globalen Bestandsaufnahme im Rahmen des Pariser Klima-Abkommens im Jahr 2023 erscheinen. Der jüngste Weltklimabericht erschien im Jahr 2014. Der Klimarat tagt in dieser Woche in seiner 52. Sitzung in der französischen Hauptstadt.

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