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Wirtschaftsnobelpreisträger für IHS-Chef Kocher "etwas überraschend"

12.10.2020

Für den Chef des Wiener Instituts fürs Höhere Studien (IHS), Martin Kocher, kam die heutige Bekanntgabe der Wirtschaftsnobelpreisträger 2020 "etwas überraschend". Die beiden Preisträger Paul Milgrom (72) und Robert Wilson (83) forschen im Bereich Auktionstheorie. Es habe in diesem Forschungsbereich in der Vergangenheit bereits einige Wirtschaftsnobelpreisträger gegeben, sagte Kocher am Montag zur APA.

Die beiden Ökonomen hätten die Auszeichnung aber "sehr verdient". Ihre Forschung zu Auktionen sei "sehr praxisrelevant", sagte der IHS-Chef. Moderne Auktionsformate gebe es etwa bei Internetauktionen, Frequenzversteigerungen (u.a. 5G) oder Ölfeld-Auktionen. Milgrom und Wilson hätten viele unterschiedliche Auktionsformate analysiert und "sehr wichtige Beiträge" für die Forschung geleistet, so der heimische Spitzenökonom.

Bei Auktionen müssen Akteure unter Unsicherheit handeln und für etwas bieten. Je nach Auktionsformat variiert auch der Informationsstand. Einen direkten Bezug zu Österreich haben die beiden US-Ökonomen, die an der Universität Stanford in Kalifornien lehren, nicht. Einer der bekanntesten Forscher in Österreich im Bereich Auktionstheorie ist Professor Maarten Janssen von der Universität Wien.

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