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Wissenschaft und Frauen

11.02.2019

Der Frauenanteil in der Wissenschaft liegt weltweit bei weniger als einem Drittel. Mit dem "Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft" wollen die Vereinten Nationen darauf aufmerksam machen, wie wichtig ist es ist, Forscherinnen auf allen Karrierestufen zu fördern. "Wir müssen Mädchen und Frauen ermutigen und dabei unterstützen, ihr volles Potential als Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen zu erreichen", sagt António Guterres, Generalsekretär der UNO. Auch am IST Austria setzt man sich bewusst für Chancengleichheit ein und begrüßt die Bewerbungen und Nominierungen von hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen ausdrücklich.

Ausgezeichnete Forscherinnen am IST Austria

Besonders erfreut ist man am IST Austria, heuer gleich vier Stipendiatinnen besonderer Frauenförderungen des Wissenschaftsfonds FWF in seinen Reihen zu haben. Der FWF bietet hervorragend qualifizierten Wissenschaftlerinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, gleich zwei Stipendienwege. Mit Nela Nikolic, Carolina Borges-Merjane und Nicoletta Petridou konnten drei Postdocs dse IST Austria die hoch kompetitive Elise Richter Stipendien einwerben. Nicole Amberg konnte sich im Wettbewerb um eine Hertha Firnberg Förderung durchsetzen. Die Projekte, die von den Forscherinnen nun am IST Austria gestartet werden, widmen sich unterschiedlichen Themen aus den Biowissenschaften.

Nicole Amberg, die in der Gruppe von Professor Hippenmeyer auf dem Fachgebiet der Neurowissenschaften forscht, widmet sich in ihrem Projekt der Entwicklung der Großhirnrinde (Kortex). Indem sie eine besondere epigenetische Modifikation untersucht will sie verstehen, welche Mechanismen auf die sogenannten "radialen gliaartigen Vorläuferzellen" einwirken und so den korrekten Aufbau des Kortex regulieren.

Nicoletta Petridou aus der Forschungsgruppe von Professor Carl-Philipp Heisenberg untersucht in ihrem Projekt die Materialeigenschaften von Geweben in der Embryogenese. Während seiner Entwicklung kann Gewebe seine Beschaffenheit sehr schnell verändern - man spricht von einem Phasenübergang. Nicoletta Petridou wird in ihrem Projekt untersuchen, welche Arten von Phasenübergängen in der Embryonalentwicklung stattfinden.

Carolina Borges-Merjane forscht in der Gruppe um Professor Peter Jonas und untersucht in ihrem vom FWF geförderten Projekt die Stärke der Verbindung zwischen Neuronen in einer bestimmten Art der Synapse. Im Hippocampus, einer Hirnregion die für das Speichern von Erinnerungen zuständig ist, wird bei bestimmten Zellen eine ungewöhnlich starke Übertragung der Signale beobachtet. Die dahinter steckenden Mechanismen sollen nun untersucht werden.

Nela Nikolic aus der Forschungsgruppe von Professor Calin Guet wird in ihrem Projekt Abwehrmechanismen untersuchen die Bakterien gegen sogenannte Phagen einsetzen - das sind Viren, die Bakterien befallen und so auch die Evolution der Bakterien vorantreiben. Sie wird Systeme betrachten, die auf Toxin und dem dazugehörigen Antitoxin beruhen und bei RNA Phagen eine große Rolle spielen, mit potentiellen zukünftigen Anwendungen in der Biomedizin.

9 Prozent der Wissenschaftler in Technischen Fächern in Österreich sind Frauen

Den diesjährigen "Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft" begehen die Vereinten Nationen unter anderem mit einer Ausstellung, Workshops und Tagungen in Paris und New York. Am IST Austria begeht man den Tag mit einer speziellen Filmvorführung für die MitarbeiterInnen: Das IST Austria zeigt am Montagabend "Hidden Figures", einen Film der auf die Stärken von Frauen in der Wissenschaft aber auch auf ihre Schwierigkeiten hinweist, mit denen sie kämpfen.

Rückfragen

Dr. Elisabeth Guggenberger
Media Relations Manager
IST Austria
Email: elisabeth.guggenberger@ist.ac.at
Tel: 066488326170
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