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Einsatz von 3D-Druck in Österreich seit 2000 und Pläne für Investitionen bis 2021 © APA (OTS/AIT/European Manufacturing Survey AT 2018)
Einsatz von 3D-Druck in Österreich seit 2000 und Pläne für Investitionen bis 2021 © APA (OTS/AIT/European Manufacturing Survey AT 2018)

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Zukunftstechnologie 3D-Druck

20.11.2019

3D-Druck hat das Potential, die Spielregeln ganzer Wirtschaftszweige grundlegend zu verändern. Eine aktuelle Studie des AIT zeigt, dass österreichische Unternehmen diese Chance nutzen. 22% aller Firmen der österreichischen Sachgütererzeugung mit 20 oder mehr Beschäftigten verwenden bereits 3D-Druck. Vor allem größere, F&E intensive Unternehmen setzen 3D-Druck ein. Die Elektro- und Elektronikindustrie und der Fahrzeug- und Maschinenbau sind hier Vorreiter. Das AIT hat im Rahmen des European Manufacturing Survey 2018 diese Daten erhoben.

Österreichische Unternehmen nutzen die Chance

Die Verbreitung von 3D-Druck hat in Österreich etwa 2005 begonnen. Heute verwenden nach Daten des European Manufacturing Survey (EMS) etwa 22% aller Firmen der Österreichischen Sachgütererzeugung mit 20 oder mehr Beschäftigten 3D-Druck (siehe Abbildung). Bernhard Dachs, Senior Scientist am AIT Center for Innovation Systems and Policy: "Große Unternehmen verwenden die Technologie noch deutlich häufiger als kleinere Firmen. Die Investitionspläne der befragten Unternehmen zeigen aber, dass in Zukunft bei 3D-Druck mit deutlichen Zuwächsen gerechnet werden kann. Mit steigernder Leistungsfähigkeit wird sich die Technologie auch bei kleineren Unternehmen verbreiten".

Wo 3D-Druck eingesetzt wird

Das zukünftige Potenzial von 3D-Druck ist groß, der konkrete Einsatz beschränkt sich heute allerdings noch auf ausgewählte Bereiche. Am häufigsten wird 3D-Druck in der Elektro- und Elektronikindustrie und im Fahrzeug- und Maschinenbau eingesetzt, während in den Sektoren Nahrungsmittel, Holz und Papier oder Chemie nur vergleichsweise wenige Firmen 3D-Druck einsetzen. Derzeit verwenden deutlich mehr Firmen 3D-Druck für die Erzeugung von Prototypen als für die Serienfertigung, was die höheren Anteile in F&E-intensiven Branchen erklärt. 3D-Druck ist hier ein Instrument zur Beschleunigung von Entwicklungsprozessen.

Die nächste industrielle Revolution?

3D-Druck erlaubt es, dreidimensionale Gegenstände Schicht für Schicht aus flüssigen oder festen Werkstoffen wie Pulver, Kunststoff oder Metall zu fertigen. Mit fallenden Kosten und steigender Leistungsfähigkeit von 3D-Druckern könnte diese Technologie viele herkömmliche Produktions­prozesse ersetzen, besonders wo komplizierte Strukturen erzeugt werden. Das würde vollkommen neue Produkte erlauben und neue Marktchancen für Unternehmen eröffnen.

Kein Unterschied zur Schweiz

Die Daten erlauben auch einen Vergleich zwischen Österreichischen und Schweizer Unternehmen. Hier finden sich keine Hinweise auf einen etwaigen Rückstand oder Vorsprung eines der beiden Länder bei 3D-Druck. Wie in Österreich, sind auch in der Schweiz die Elektronikindustrie und der Maschinenbau führend bei der Anwendung. Unterschiede zwischen beiden Ländern in der Verbreitung von 3D-Druck sind das Ergebnis der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   Beatrice Fröhlich-Rath
   Marketing and Communications
   AIT Austrian Institute of Technology 
   Center for Innovation Systems & Policy
   T +43 (0)50550-4508
   beatrice.froehlich-rath@ait.ac.at I www.ait.ac.at
   
   Daniel Pepl, MAS MBA
   Corporate and Marketing Communications
   AIT Austrian Institute of Technology 
   T +43 (0)50550-4040
   daniel.pepl@ait.ac.at I www.ait.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2009/aom

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