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Materialwissenschaftler Christoph Gammer ausgezeichnet © APA (OTS/ÖAW)
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Zwei START-Preise für ÖAW-Forscher

17.06.2019

Gleich zwei junge Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wurden vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit einem hochdotieren START-Preis ausgezeichnet: Zum einen Bruno de Nicola vom Institut für Iranistik der ÖAW, der für seine Forschung zu litarischen Belegen über den Kulturwandel im mittelalterlichen Iran und Zentralasien ausgezeichnet wurde. Zum anderen Christoph Gammer, der am Erich Schmid-Institut für Materialwissenschaft der ÖAW in Leoben metallische Gläser während der Deformation unter dem Elektronenmikroskop untersucht.

Iranforscher Bruno de Nicola

"Es ist eine große Ehre, mit dem START-Preis ausgezeichnet zu werden. Mit dieser einzigartigen Möglichkeit kann ich die Kulturgeschichte des Iran und Zentralasiens an der ÖAW vertieft erforschen", sagt der Iranist Bruno de Nicola. Er studierte mittelalterliche Geschichte an der Universität Barcelona und Geschichte des Mittleren Ostens an der School of Oriental and African Studies London sowie an der University of Cambridge.

In die Zeit seiner Promotion fiel seine Stelle als Projektkurator für persische Manuskripte an der British Library, kurz darauf wurde er Affiliated Researcher an der University of Cambridge. 2017 erhielt de Nicola einen Lehrstuhl für die Geschichte des Mittleren Ostens am Goldsmith College, London – eine Position, die er parallel zu seiner Stelle als Forscher am Institut für Iranistik der ÖAW inne hat.

Materialwissenschaftler Christoph Gammer

"Ich freue mich sehr über den START-Preis. Damit möchte ich eine neue transmissionselektronische Methode am Erich Schmid-Institut der ÖAW etablieren und mit dieser eine der größten ungelösten Fragestellungen der Materialphysik, die Verformung von metallischen Gläsern, lösen", sagt Christoph Gammer. Der Materialwissenschaftler, seit 2016 an der ÖAW, absolvierte ein Studium der technischen Mathematik an der TU Wien und promovierte in Physik an der Universität Wien – beides mit Auszeichnung.

Für seine Mitarbeit am Forschungsprojekt "Metastable phases in bulk intermetallics - TEM study" wurde Gammer bereits 2010 bis 2012 vom FWF gefördert. Darüber hinaus war er Research Fellow am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden sowie Schrödinger-Fellow an der University of California Berkeley. 2015 wurde Gammer Senior Postdoc an der Universität Wien, im Jahr darauf Senior Scientist am Erich-Schmid-Institut für Materialwissenschaft der ÖAW.

Förderung von Jungforscher/innen

Gemäß den Zielen des START-Programms des FWF werden die zwei Jungwissenschaftler ihre jeweiligen Forschungsprojekte finanziell abgesichert planen und umsetzen können. Für die ÖAW bedeutet diese von einer internationalen Expert/innenjury getroffene Wahl eine Bestätigung ihrer Aktivitäten zur Förderung der jungen Forscher/innen-Generation. Der Preis wurde am 17. Juni 2019 bei einer feierlichen Gala des FWF verliehen.

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Rückfragehinweis:
   Dipl.-Soz. Sven Hartwig
   Leitung Öffentlichkeit & Kommunikation
   Österreichische Akademie der Wissenschaften
   +43 1 51581-1331
   sven.hartwig@oeaw.ac.at
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Iranforscher Bruno de Nicola ausgezeichnet

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