Bildung

Qualifikationsgrad in der Schule ist für Leitl entscheidend © APA (Hochmuth)
Qualifikationsgrad in der Schule ist für Leitl entscheidend © APA (Hochmuth)

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Koalition - Leitl mit Bildungsteil zufrieden

29.11.2017

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ist mit dem Bildungsteil der Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ "zufrieden". Mit dem zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr und der Einführung einer Bildungspflicht bis zur Erreichung bestimmter Grundkenntnisse seien wesentliche Forderungen erfüllt worden, so Leitl bei einer Pressekonferenz.

"Ganz entscheidend" ist für Leitl, dass die Pflichtschulzeit nicht nach Jahren bemessen werde, sondern nach Qualifikationsgrad. "Das ist ganz wichtig, weil unsere Arbeit auf dem schulischen System aufbaut. Was die Schule als Absolventen verlässt, ist unsere Voraussetzung weiterzuarbeiten. Wir sind zwei Lungenflügel im Bildungskörper - das staatliche Schulsystem und das berufliche Aus- und Weiterbildungssystem." Zwar seien nicht alle Vorschläge der Sozialpartner in der bisherigen ÖVP/FPÖ-Einigung umgesetzt - "aber das heißt ja nicht, dass das nicht auch noch kommt".

Ganz anders Arbeiterkammer-Präsident Rudi Kaske: "Forderungen an die Schülerinnen und Schüler, aber keine Förderung, damit alle die Bildungsziele erreichen können", fasste Kaske in einer Aussendung zusammen. Außerdem setzten ÖVP und FPÖ auf ein "Schulsystem, das die Kinder möglichst früh trennt statt möglichst lange gemeinsam fördert." Ihm fehlt daher eine "Initiative für Chancengerechtigkeit".

Positiv sei, dass die Koalitionsverhandler weiterhin auf einen Ausbau der ganztägigen Schulen setzen. Allerdings habe man noch keine konkreten Ziele dafür genannt. Außerdem verlangt Kaske, "dass weiter der Ausbau von echten, verschränkten Ganztagsschulen gefördert wird, in denen Unterricht, Üben, Freizeit und Sport über den Tag abwechseln". Die angekündigte Bildungspflicht sei "grundsätzlich sinnvoll". Es fehle aber, "dass Bildungspflicht in erster Linie die Pflicht der Schule sein muss, Kinder so zu fördern, dass sie die Bildungsziele erreichen können". Das zweite verpflichtende Kindergartenjahr sollte außerdem für alle Kinder gelten, nicht nur für Kinder mit Sprachproblemen.

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