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Edtstadler will allen Schülern Mauthausen-Besuch ermöglichen

08.02.2018

Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) will das Gedenkjahr dazu nützen, Jugendliche auch für die dunklen Seite der österreichischen Geschichte zu sensibilisieren: "Mein Ziel ist, jeder Schüler sollte einmal in seinem schulischen Leben in Mauthausen gewesen sein", erklärt die für diesen Bereich zuständige Staatssekretärin im APA-Interview.

Vorangetrieben wird von Edtstadler auch das Vorhaben, in Wien eine Außenstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zu etablieren. In dieser sollen Schüler auf einen Mauthausen-Besuch vorbereitet werden und es soll zudem eine Möglichkeit zur Nachbereitung geben. Auch die für das Memorial zuständige gemeinnützige Bundesanstalt soll dann in diesem Gebäude untergebracht werden.

Zweites Projekt Edtstadlers zum Gedenkjahr ist, den Kontakt von Zeitzeugen mit Schülern zu forcieren: "Überlebende werden wir nicht mehr lange haben. Daher sollten wir diese Zeit, die uns bleibt, intensiv nutzen." Denn Geschichten wirkten erst, wenn sie jemand erzähle, der sie persönlich erlebt habe.

Intensiv im Kontakt ist die Staatssekretärin mit der Israelitischen Kultusgemeinde, die in die anlaufenden Projekte auch entsprechend eingebunden werden soll. Überhaupt hat sich Edtstadler als "Brückenbauerin" angeboten, um Vertrauen aufzubauen, wo es nicht da sei. Dass die IKG an Gedenkveranstaltungen der Regierung (wegen der FPÖ-Regierungsbeteiligung, Anm.) nicht teilnehmen will, sei zu akzeptieren. Gleichzeitig stellte Edtstadler freilich klar, dass sich die ganze Bundesregierung klar gegen jede Form von Antisemitismus gestellt habe.

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