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Steyer für ausreichendes Qualitätsmanagement © APA (Techt)
Steyer für ausreichendes Qualitätsmanagement © APA (Techt)

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Sexualpädagogik: Bundesschulsprecher gegen Expertenverbot

19.06.2019

Bundesschulsprecher Timo Steyer wendet sich gegen einen Ausschluss von schulfremden Experten aus dem Sexualkundeunterricht. Durch ausreichendes Qualitätsmanagement solle sichergestellt werden, dass auch Vereine richtige und objektive Informationen weitergeben, so Steyer in einer gemeinsamen Aussendung mit dem Obmann der VP-nahen Schülerunion, Tobias Hofstätter.

"Natürlich ist es die Aufgabe der Lehrperson, den Unterricht zu gestalten und Wissen zu vermitteln", betonte Steyer. "Das ist jedoch kein Widerspruch dazu, Expertinnen und Experten zu bestimmten Themen in den Unterricht einzubauen, auch z.B. im Sexualkundeunterricht." Außerdem müsse die Politik darauf reagieren, dass sich Lehrkräfte unsicher fühlen, mit ihren Schülern über Sex zu sprechen und umgekehrt. Deshalb sei nicht nur eine bessere Ausbildung nötig, sondern auch Weiterbildungen.

Anders dagegen FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer. "Das Thema Sexualkunde ist im Biologieunterricht gut aufgehoben", so Mölzer in einer Aussendung. "Die Argumentation, unsere Lehrkräfte wären nicht in der Lage, diese Inhalte zu vermitteln, lasse ich nicht gelten." Er sei "gegen die Öffnung der Schulen für unterschiedlichste Vereine, deren Qualitätsstandards nicht existent sind".

Der Klubobmann der Liste JETZT, Wolfgang Zinggl, hält nichts von einer alleinigen Übertragung des Sexualkundeunterrichts an die Lehrer: "Für die Prävention von Missbrauch und sexualisierter Gewalt braucht es Expertinnen und Experten. Wenn nun genau diese von den Schulen abgezogen werden, so ist das eine Gefährdung unserer Kinder."

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