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Studentenprotest in Uni Belgrad wegen Politiker-Dissertation beendet

25.09.2019

Die Blockade des Rektorats der staatlichen Universität Belgrad durch eine regierungskritische Studentengruppe ist nach zwölf Tagen beendet worden. Die Protestierenden forderten von der Rektorin, sich für die Amtsenthebung von Finanzminister Sinisa Mali einzusetzen. In dessen Dissertation sollen Plagiate enthalten sein.

Zwar brachten die tagelangen Verhandlung der Studenten der Bewegung "Einer von fünf Millionen" mit der Rektorin Ivanka Popovic keine konkreten Ergebnisse zu Mali. Es wurde aber vereinbart, dass der Ausschuss für professionelle Ethik der Universität spätestes bis 4. November seine endgültige Meinung über die Doktorarbeit des Finanzministers mitteilen werde.

Laut dem im deutschen Wiesbaden lehrenden und aus Serbien stammendem Professor Rasa Karapandza soll Mali mehr als ein Drittel seiner Dissertation abgeschrieben haben. Eine Expertenkommission der Belgrader Universität hatte Mali allerdings im Mai der Plagiatsvorwürfe freigesprochen. "Sieben Prozent" seien ohne Quellenangaben abgeschrieben worden, hieß es. Im Juli war die Kommission vom Ausschuss für professionelle Ethik aufgefordert worden, die Dissertation erneut unter die Lupe zu nehmen.

Mali gilt als einer der engsten Mitarbeiter des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic. Die Protestbewegung "Einer von fünf Millionen" geht seit Anfang Dezember einmal wöchentlich in Belgrad auf die Straße, um ihren Unmut mit der Regierung und dem Präsidenten Vucic zu bekunden.

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