Bildung

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NÖ Landtag fasst Beschluss zu neuer Hochschulstrategie

23.10.2019

Die Sitzung des NÖ Landtags am Donnerstag steht für die ÖVP "im Zeichen der Bildung, des Klimas, der Dezentralisierung und der Pflege". Beschlossen wird die Hochschulstrategie des Landes. Vom Bund werden der Erhalt der Bezirksgericht-Standorte, Überlegungen zur Weiterentwicklung von Berufsbildern in der Pflege und eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur 24-Stunden-Betreuung gefordert.

Die Hochschulstrategie umfasst laut Aussendung drei Stoßrichtungen: Zum einen soll das Studienangebot erweitert und der Einstieg in das Studium etwa mithilfe von Brückenkursen beim Übergang von einer AHS in ein technisches Fach erleichtert werden. Die Forschung soll weiter ausgebaut und wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert werden. Eine Service-Stelle des Landes soll künftig internationale Forschungsservices vernetzen und Informationen zur Forschungsförderung zur Verfügung stellen. Weiters sollen Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft u.a. mit dem Ausbau der "Jungen Unis" noch stärker zusammenarbeiten.

Beim Klima werden die Weichen gestellt, sodass dem Landtag im kommenden Jahr ein Maßnahmenpaket vorgelegt wird, "mit dem unsere ambitionierten Klimaziele erreicht werden. Hierfür brauchen wir Maßnahmen im Land und im Bund", teilte die ÖVP in der Aussendung mit. Ziele sind demnach u.a. die Verzehnfachung der Stromgewinnung aus Photovoltaik oder die Reduktion der Treibhausgas-Emission um 36 Prozent bis 2030.

Der Antrag zum Thema Pflege enthält mehrere Forderungen an die Bundesregierung. Außerdem wird die Landesregierung aufgefordert, den Ausbau- und Investitionsplan für Pflege- und Betreuungszentren aufbauend auf dem aktuellen Altersalmanach zu evaluieren und anzupassen. Kritik kam am Mittwoch von der FPÖ, die ihre fünf eingebrachten Anträge zur Pflege durch den Antrag des Gesundheits-Ausschusses "beiseitegelegt" sah. "Unsere Pflegeheime platzen aus allen Nähten und sämtliche Experten sprechen bereits von einem System-Kollaps. Niederösterreich hat definitiv keine Zeit für jahrelange Erörterungen des Bundes", meinte FPÖ-Landespartei- und Klubobmann Udo Landbauer.

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